Meinung

Haltern braucht junge und moderne Politik – sie zeichnet sich auch ab

Das Jammern hat ein Ende, die städtische Finanzlage lässt wieder Investitionen zu. Nun ist Gelegenheit für neue Ideen, die sich aktuell im Haushalt 2022 aber noch nicht widerspiegeln.
Geld war in der Stadt lange mehr als knapp, es geht wieder aufwärts. © picture alliance/dpa

Es gab Zeiten, da war die städtische Finanzlage so aussichtslos, dass die Politiker schon gar keine Haushaltsreden mehr halten wollten oder Opposition im Rat vor lauter Resignation nicht mehr auszumachen war. Es ging nur noch darum, Prügelknaben auf Kreis-, Landes- und Bundesebene dafür zu finden, dass die Löcher im Haushalt in Haltern immer größer wurden.

Diese Zeiten sind vorbei. Dank aller Bürger, die die Erhöhung der Grundsteuer erdulden, einem eisernen Sparwillen und einem finanzaffinen Bürgermeister ist der Haushalt wieder ausgeglichen. Die Verwaltungsspitze saß nun den Politikern entspannt gegenüber und lauschte mit einer gewissen Lässigkeit den Worten der Fraktionsvorsitzenden. Immerhin sammelte sie auch viel Lob für solide Arbeit ein.

Ein zufriedenstellendes Zahlenwerk und übersichtliche Ziele mit diversen Bauprojekten reichen aber nicht allein für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadt aus. Neben einer erwartbaren harten Kritik der SPD, legten auch FDP und Grüne ihre Finger in die Wunde. Gerade in puncto Klimaschutz warfen sie der Stadt Motivationslosigkeit vor.

Vor allem Sarah Radas vermittelte in ihrer Haushaltsrede den Eindruck von frischem Wind und Aufbruch. Sehr sympathisch war ihr Eingeständnis, bislang genügend konkrete Vorschläge schuldig geblieben zu sein. Haltern braucht Aufbruch. Ideen dafür werden junge, moderne Politiker wie die Grünen-Fraktionschefin liefern. Daran ist nicht zu zweifeln.

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