Meinung

Impfen beim Arzt oder Apotheker? Zur Not auch bei McDonalds in Haltern

Impfen in der Apotheke? Ja, bitte. Bei dem Vorschlag der Politik sind viele Apotheker in Haltern aber noch skeptisch. Das sollte sich schleunigst ändern, meint unsere Autorin.
Bislang sehen viele Apotheker in Haltern den Impfvorschlag in Apotheken skeptisch. © picture alliance/dpa

Im Moment ist Impfen so beliebt wie zu Beginn des Jahres. Jede Möglichkeit sollte deswegen in Betracht gezogen werden, das Impfen so niederschwellig wie möglich zu machen. Wenn es sein müsste, würde ich mich auch beim McDonalds in Haltern impfen lassen.

Deutlich attraktiver ist da aber natürlich das Impfen in den Apotheke. Einige Apotheker in Haltern am See sind aber skeptisch. Sie haben Sorge vor der Reaktion der lokalen Ärzte. Doch wer gerade die Räumlichkeiten und personellen Kräfte hat, der sollte sich deswegen keine Gedanken machen müssen. Man entlastet die Ärzte eher, als dass man ihnen Arbeit wegnimmt.

Natürlich hat Dr. Björn Hollensteiner recht. Es können immer unvorhersehbare Impfreaktionen auftreten. Apotheken haben da jedoch häufig den Vorteil, dass sie in Ärztehäusern ansässig sind. Und auch wenn eine Schulung für Apotheker zum Impfen eine jahrelange medizinische Ausbildung nicht ersetzen kann: Es würde helfen. Helfen, endlich den Impfdruck rauszunehmen. Helfen, dass alle Halterner mit so geringen Hürden wie möglich an ihre Booster-Impfungen kommen.

Warum machen sich dann so wenig Apotheker in Haltern stark fürs selbstständige impfen? Es wird Zeit, dass sich das ändert!

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