Meinung

Kirche als Teil der Halterner Gesellschaft setzt ein wichtiges Zeichen

Die Kirche als Institution verliert an Glaubwürdigkeit, die gelebte Kirche vor Ort wirkt wie eine Gegenbewegung. Wieder einmal zeigt sie, wie nah sie bei den Menschen ist.
Eine Kirchentür öffnet sich für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen. © Blanka Thieme-Dietel

Kirchengebäude sind geistliche Orte, Asylräume, Friedensstätten, Kultur- und Begegnungsplätze. Sie sind, an zentraler Stelle, ein Zuhause für viele Menschen und offen für deren Anliegen. Aus diesem Verständnis heraus, ist es zu begrüßen, dass die Pfarrei St. Sixtus einen geweihten Ort aufschließt für ein derzeit großes Anliegen aller: Endlich die Pandemie zu bezwingen.

Die Laurentiuskirche ist wie alle Gotteshäuser ein idealer Ort, um daran zu erinnern, dass Impfen etwas mit Selbstschutz, mit dem Schutz des Mitmenschen und mit Nächstenliebe zu tun hat. In diesem Sinne ist das Entgegenkommen der Pfarreileitung und der Gemeinde St. Laurentius sehr zu begrüßen. Die Sixtus-Pfarrei geht im Kreis Recklinghausen übrigens mit gutem Beispiel voran.

Dass in Haltern die Öffnung der Kirchen – am 3. Dezember auch für einen Tag in Lippramsdorf – zu einer selbstverständlichen Offerte wird, ist ein schönes Zeichen. Dafür, dass die Kirchen in Haltern ein gutes Miteinander mit der Stadt und ihrer Gesellschaft pflegen. Das hat sich auch in anderen schwierigen Lagen, wie beim Flugzeugabsturz 2015 beispielsweise, schon als Segen erwiesen.

Ein Lob gebührt auch der Jugend von St. Laurentius für ihre Solidarität: Sie macht selbstverständlich Platz für die wichtige Sache. Mit diesem Beispiel gibt die Kirche Menschen Hoffnung durch Wort und Tat.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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