Meinung

Schüler müssen wieder Maske im Unterricht tragen – das war überfällig

Das NRW-Schulministerium hat die Maskenpflicht für Schüler am Sitzplatz wieder eingeführt. Die Aufhebung kam zum falschen Zeitpunkt, jetzt kommt die Umkehr fast schon zu spät.
Seit Donnerstag gilt für Schüler wieder Maskenpflicht am Sitzplatz. © picture alliance/dpa

Jetzt heißt es also wieder: Maske auf für die Schüler. Im Unterricht gilt nicht nur im Gebäude, sondern auch am Sitzplatz wieder die Maskenpflicht. Sie Anfang November überhaupt aufzuheben, war eine Fehlentscheidung. Zu dem Zeitpunkt stiegen die Inzidenzwerte bereits wieder kontinuierlich. Andere Bundesländer führten die Maskenpflicht für Schüler wieder ein. Und die NRW-Schulministerin (Yvonne Gebauer, FDP) fällte die genau entgegengesetzte Entscheidung. Das verstehe, wer will.

Einige Halterner Schulleiter jedenfalls äußern Unverständnis, teilweise Wut. Sicher – es ging darum, den Schülern Erleichterungen zu verschaffen. Das stundenlange Tragen der Maske im Unterricht ist eine Belastung, keine Frage, natürlich auch für die Lehrkräfte. Das Problem ist der Zeitpunkt. Seit den Herbstferien stiegen bereits wieder die positiven Testergebnisse in den Schulen. In der Situation auf das Maskentragen zu verzichten, war, vorsichtig formuliert, blauäugig. Da haben die Schülerinnen und Schüler in Haltern – und nicht nur hier – mehr Umsicht und Verantwortungsbewusstsein bewiesen: Die große Mehrheit von ihnen trug weiter die Maske, auch im Unterricht, weil ihnen das sicherer erschien.

Dadurch müssen jetzt in den Schulen auch keine großen Umstellungen vorgenommen werden. Fast könnte man meinen, Schüler könnten eine bessere Schulpolitik machen. Oder vielleicht sollte man Lehrervertreter mal an der einen oder anderen Entscheidung beteiligen.

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