Minna muss regelmäßig zum Tierarzt. Der darf jetzt auch Menschen impfen.
Minna muss regelmäßig zum Tierarzt. Der darf jetzt auch Menschen impfen. © Wencke Maiß
Corona-Impfung

Boostern beim Tierarzt: Hertener Veterinäre sind skeptisch

Vierbeiner erhalten weiterhin nur Impfungen gegen Staupe, Tollwut etc. Aber demnächst sollen Tierärzte die Impfkampagne für Zweibeiner unterstützten. Hertener Veterinäre äußern Bedenken.

Die vierte Corona-Welle muss gebrochen werden. Deshalb sollen nach dem Willen von Bund und Ländern neben Apothekern und Zahnärzten auch Tierärzte beim Impfen mit einsteigen. Eine Idee, die nicht nur bei Dr. Gabriele Umhöfer, die tierische Patienten in Westerholt versorgt, einige Fragen aufwirft. „Nur weil ich die Fähigkeit habe zu impfen, heißt das nicht, dass ich auch die Fähigkeit habe zu helfen, wenn es bei Menschen zu Impfreaktionen kommt“, gibt die Tierärztin zu bedenken. „Was, wenn in meiner Praxis ein Mensch kollabiert?“ Auch ihr Team sei diesbezüglich nicht ausgebildet. „Wenn etwas passiert, werde ich doch meines Lebens nicht mehr froh“, so Dr. Umhöfer. Schnell-Schulungen halte sie für falsch.

„Vorschlag ist nicht ausgegoren“

Selbe Vergütung wie Humanmediziner gefordert

Über die Autorin
Redakteurin Recklinghausen
Geboren im Münsterland, nach dem Studium privat in Haltern am See hängen geblieben und seit 30 Jahren beruflich in Recklinghausen zu Hause. Trommelt dort mit Leidenschaft für Kultur- und Bildungsthemen. Liebt aber auch alle anderen Geschichten des Lebens und erzählt gerne von Menschen: was sie bewegt, was sie ärgert, wofür sie brennen… Nach Feierabend entweder volle Pulle auf dem Spinningrad, mit angezogener Handbremse auf der Yogamatte, mit Freunden in der Natur oder in den wärmeren Gefilden der Welt unterwegs.
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Tina Brambrink

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