Junger SPD-Kandidat für die Bundestagswahl

Brian Nickholz tritt in große Fußstapfen – im wahrsten Wortsinne

Brian Nickholz (31) kämpft für die SPD um das Bundestagsmandat im Wahlkreis 122. Er tritt dort im wahrsten Wortsinne ein großes Erbe an. Denn sein Vorgänger ist ein bekanntes Polit-Gesicht.
Der 31-jährige Brian Nickholz aus Marl will für die SPD das Bundestagsmandat im Wahlkreis 122, zu dem auch Herten gehört, holen. © Oliver Prause

Es war sein Antrittsbesuch bei der SPD-Basis, und die Mitglieder vor Ort bereiteten ihm einen warmen Empfang. Das lag aber nicht alleine an der Tatsache, dass bei Brian Nickholz‘ Besuch im Jugendzentrum Nord (JZN) den ganzen Tag über die Sonne schien.

Der Jung-Politiker konnte in seinem Grußwort bei den Delegiertenwahlen des SPD-Ortsvereins Herten Stadt zu den Kreiskonferenzen vor der NRW-Landtagswahl 2022 auch mit „frischen Ideen“ für den anstehenden Bundestagswahlkampf punkten. Dem 31-Jährigen sind auf seinem Weg zu einem Sitz im Berliner Reichstag vor allem drei Schlagworte mit „W“ wichtig: Wohl der Kinder, Wohnraum und Wirtschaftsförderung.

Mit Wasserstoff-Kompetenz zu mehr Arbeitsplätzen?

Fangen wir zunächst mit dem dritten Punkt an. Und damit sind wir schon direkt beim nächsten W-Wort: Wasserstoffkompetenzzentrum. Hierdurch würden sich in Herten große Chancen auftun – insbesondere für das Sichern bestehender sowie das Schaffen neuer Arbeitsplätze, meint Brian Nickholz, der am 26. September im Wahlkreis 122/Recklinghausen II (Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Datteln, Haltern am See) seinen Hut in den Ring wirft.

„Ich komme aus Marl, und der dortige Chemiepark ist einer der größten Abnehmer für Wasserstoff. Daher ergeben sich hervorragende Synergien für beide Städte.“ Sein Ziel – sofern er ein Bundestagsmandat erhalte – für die kommenden vier Jahre sei daher, „Herten in die nationale Wasserstoff-Strategie einzubetten, damit wir auch im Konzert der anderen Regionen vorkommen. Wir haben hier die Kompetenz und außerdem bereits ein kommunales Wasserstoffzentrum.“

Kinderschutz liegt dem Marler besonders am Herzen

Ein großes Anliegen ist dem 31-Jährigen auch die Kinderschutz-Politik: „Ich bin über die Jugendhilfe überhaupt erst in die Politik gekommen, und dieses Thema möchte ich weiter einbringen.“ Mit der Kinder-Grundsicherung – Kinder aus armen Familien sollen zusätzlich zum Kindergeld einen Zuschlag erhalten – habe man in diesem Bereich bereits einen „Systemwechsel“ eingeleitet, den man in der kommenden Legislaturperiode konsequent weiter verfolgen müsse. Denn: „Im Ruhrgebiet haben wir die größte Zahl an von Armut betroffenen Kindern.“ Ziel bei allen Überlegungen müsse daher sein, „ihnen ein besseres Umfeld zu bieten“.

Der Kampf für bezahlbaren Wohnraum für sozial schwache Familien sei daher ebenfalls extrem wichtig. „In Herten wie auch in Marl ist der Wohnungsmarkt – speziell für etwas kinderreichere Haushalte – schwierig. Und beim sogenannten ‚Mehrgenerationenwohnen‘ ist die Lage nochmal deutlich angespannter.“

Brian Nickholz will sich bei seiner Tätigkeit grundsätzlich an seinem Vorgänger Michael Groß orientieren, der in der heimischen Politszene sehr bekannt ist.

Nachfolger von Michael Groß im Wahlkreis 122

„Was ich an Michael Groß besonders schätze und mir auch zu eigen machen möchte: Er ist immer in der Region verwurzelt geblieben und ansprechbar gewesen für alle Menschen – nicht nur den klassisch-sozialdemokratischen Wähler.“ Wobei der Nachwuchspolitiker auch weiß, dass es in Corona-Zeiten schwierig ist, sich selbst als neuer Ansprechpartner bekanntzumachen. Daher setzt der Marler auf neue, ungewöhnliche Wege – zum Beispiel seinen eigenen Podcast im Internet.

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