Fakten, Kandidaten, Termine

Das müssen Sie in Herten zur Bundestagswahl wissen

41 Tage sind es noch bis zur Bundestagswahl. Doch schon heute in zwei Wochen öffnet das Briefwahlbüro und die ersten Bürger/innen können abstimmen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Bei der Bundestagswahl am 26. September können knapp 45.000 Hertenerinnen und Hertener ihre Stimmen abgeben. © picture alliance/dpa

Am Sonntag, 26. September, findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Knapp 45.000 Hertenerinnen und Hertener haben dann die Möglichkeit, ihre Stimmen abzugeben. Was Sie jetzt schon wissen müssen, beantworten wir im Folgenden:

Wer darf wählen?

Jeder Deutsche, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten vor dem Wahltag in Herten seinen Wohnsitz hat, darf wählen. Alle Wahlberechtigten erhalten voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche (ab 30. August) per Post eine Benachrichtigung.

Für Deutsche mit Wohnsitz im Ausland gelten besondere Regelungen, über die die Stadt Herten auf Nachfrage informiert.

Wie viele Stimmen habe ich?

Zwei. Mit der Erststimme wählt man einen Direktkandidaten oder eine Direktkandidatin aus dem eigenen Wahlkreis. Wer die meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis bekommt, zieht als Abgeordnete/r in den Bundestag ein. Dadurch ist jede Region im Bundestag vertreten.
Mit der Zweitstimme wird keine Person, sondern eine Partei gewählt. Sie entscheidet über die Mehrheits- und Machtverhältnisse im neuen Bundestag, also darüber, welcher Sitzanteil im Bundestag den einzelnen Parteien zusteht.

Wer kandidiert in Herten?

Herten gehört zum Wahlkreis 122 (Recklinghausen II). Dieser umfasst die Städte Marl, Herten, Datteln, Oer-Erkenschwick und Haltern am See. In diesem Wahlkreis treten folgende Bewerber/innen an:
• Brian Nickholz (SPD, Marl)
• Lars Andre Ehm (CDU, Oer-Erkenschwick)
• Robin Conrad (Bündnis 90/Die Grünen, Oer-Erkenschwick)
• Robert Franz Heinze (FDP, Marl)
• Ulrike Eifler (Die Linke, Duisburg)

• Bernard Keber (AfD, Marl)

• Angelina Sara-Maria Klementz (Die PARTEI, Marl)

• Sabine Leopold (MLPD, Herten)

• Detlev Beyer-Peters (DKP, Marl)

Die Kandidaten der sechs bereits im Bundestag vertretenen Parteien stellen wir in den kommenden Wochen mit Berichten, Videos und einer Podiumsdiskussion im Detail vor.

Abgesehen von den Direktkandidat/innen treten in NRW insgesamt 27 Parteien zur Bundestagswahl an.

Wer hat bei der letzten Wahl in Herten gewonnen?

Bei der Bundestagswahl 2017 holte die SPD in Herten 32,9 Prozent der Wählerstimmen. Die CDU landete bei 27,2, die AfD errang 13,1 Prozent, die FDP bekam 10,3, die Linke 7,1 und Bündnis90/Die Grünen 4,8 Prozent. 18 weitere Parteien traten an. Sie lagen aber alle jeweils unter einem Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 Prozent.

Der Marler SPD-Abgeordnete Michael Groß gewann damals das Direktmandat für den Wahlkreis 122 mit 45,3 Prozent. Groß tritt jetzt nach zwölf Jahren im Parlament nicht mehr zur Wahl an.

Wo und wie wird gewählt?

Über das Stadtgebiet verteilt gibt es 22 Wahllokale, in denen am 26. September von 8 bis 18 Uhr gewählt werden kann. Das sind sechs Lokale weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Angesichts der Corona-Beschränkungen soll der Aufwand reduziert werden und ohnehin rechnet die Stadtverwaltung mit einer verstärkten Teilnahme an der Briefwahl.
Gewählt wird geheim in Wahlkabinen. Es gelten die dann gültigen Corona-Bestimmungen. Jede/r Wähler/in sollte aus hygienischen Gründen einen eigenen Kugelschreiber mitbringen (Füller und Bleistift sind verboten).

Briefwahl – wie geht das?

Wer am 26. September nicht ins Wahllokal gehen kann oder will, kann vorher per Briefwahl wählen. Das ist direkt im Briefwahlbüro im Rathaus (Ratssaal, 1. Obergeschoss) möglich, das ab Montag, 30. August, geöffnet ist – oder auch zu Hause. Dafür muss die Wählerin beziehungsweise der Wähler die Zusendung der Wahlunterlagen beantragen.
Die Öffnungszeiten des Briefwahlbüros (ab 30.08.): montags 8 bis 16 Uhr, dienstags/mittwochs/freitags 8 bis 12.30 Uhr, donnerstags 8 bis 12.30 und 14 bis 17.30 Uhr.
Kontakt: Telefon: 02366/303-565, E-Mail: wahlbuero@herten.de

Was macht der Bundestag eigentlich?

Der Deutsche Bundestag ist das Parlament und das Gesetzgebungsorgan der Bundesrepublik Deutschland. Er tagt in Berlin und hat aktuell 709 Sitze. Eine Amtszeit (Legislaturperiode) dauert vier Jahre. Der Bundestag hat viele Aufgaben. Er beschließt zum Beispiel den Bundeshaushalt und – oft unter Mitwirkung des Bundesrats (Länderkammer) – die Bundesgesetze. Der Bundestag wählt auch den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin und kontrolliert die Regierung.

Gibt es am 26. September eine Wahl-Party in Herten?

Nein. Nur noch bei Kommunalwahlen findet im Hertener Rathaus eine Wahlergebnis-Präsentation statt. Unsere Zeitung wird Sie jedoch am Wahltag den ganzen Tag über mit Berichten, Videos, Fotos und Grafiken informieren und am Abend das Wahlergebnis vermelden und analysieren.

Bereits am 18. August starten wir mit Vorstellung der Direktkandidat/innen sowie mit Hintergrundberichten zur Bundestagswahl.

Die Kandidaten der sechs bereits im Bundestag vertretenen Parteien:

Brian Nickholz aus Marl, Kandidat der SPD
Brian Nickholz aus Marl, Kandidat der SPD © HA © HA
Lars Ehm aus Oer-Erkenschwick, Kandidat der CDU
Lars Ehm aus Oer-Erkenschwick, Kandidat der CDU © Kathrin Hester © Kathrin Hester
Robin Conrad aus Oer-Erkenschwick, Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen
Robin Conrad aus Oer-Erkenschwick, Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen © HA © HA
Robert Heinze aus Marl, Kandidat der FDP
Robert Heinze aus Marl, Kandidat der FDP © K_V © K_V
Ulrike Eifler aus Duisburg, Kandidatin der Linken
Ulrike Eifler aus Duisburg, Kandidatin der Linken © Die Linke © Die Linke
Bernard Keber aus Marl, Kandidat der AfD
Bernard Keber aus Marl, Kandidat der AfD © HA © HA

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