Zwei Jahre Corona-Unterbrechung

Hertener Immobilienbörse kehrt 2022 mit neuem Konzept zurück

Ohne die Corona-Pandemie gäbe es dieser Tage das 25-jährige Jubiläum der Hertener Immobilienbörse zu feiern. Stattdessen fällt sie zum zweiten Mal aus. Doch für 2022 gibt es große Pläne.
Ein Bild aus unbeschwerten Zeiten: die Hertener Immobörse in der ehemaligen Zeche Scherlebeck. © Martin Pyplatz (Archiv)

Im Mai 2019 fand die „Immobörse :wohnbar“ letztmalig statt. Damals war es die 23. Auflage. An diese lange Tradition wollen die Macher aber im kommenden Jahr nach der Corona-Unterbrechung nicht einfach anknüpfen, als wäre nichts passiert. Stattdessen soll die Messe mit einem neuen Konzept an den Start gehen.

Die Organisatoren, das sind die Akteure des Trägervereins „Immobilienbörse Herten :wohnbar e.V.“. Konkret: Immobilienmakler Christian Heeks, Volksbank Immobilien, Sparkasse Vest, Malermeister Ludger Röwer, Brigitte Berkau stellvertretend für die Wirtschaftsförderung der Stadt Herten und Uwe Hauschild für die Hertener Stadtwerke. Sie wollen das Thema Immobilien auch weiterhin in den Mittelpunkt der Messe stellen, aber durch zusätzliche Komponenten wie Lifestyle und lokale kulinarische Köstlichkeiten stimmig ergänzen.

Markt mit landwirtschaftlichen Produkten

Im Jahr 2017 zog die Immobörse vom Glashaus zur Zeche Scherlebeck um. Erst für 2020, nach der Absage dann für 2021 hatten der Verein und die stets mehr als 25 Aussteller große Pläne. Neubaugebiete, Informationen zum Kauf und Verkauf von Immobilien, Finanzierungsgespräche, Renovierungstipps, Sicherheitsratgeber, Energiesparmöglichkeiten – diese Themen sollten und sollen weiterhin das Kerngeschäft der Immobörse sein. Es standen aber auch neue Ideen im Raum, zum Beispiel war ein hübscher Markt mit regionalen landwirtschaftlichen Produkten im Außenbereich geplant. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Im nächsten Jahr soll veränderte Konzept tatsächlich umgesetzt werden.

Vereinsvorsitzender Uwe Hauschild: „Unser Plan ist es, noch mehr Regionalität zu schaffen. Denn in Herten zu wohnen, bedeutet auch, hier zu leben und die Vielfältigkeit der Stadt auf der Messe wiederzufinden.“

Als Grundstücksvermarkter der Stadtwerke blickt Hauschild auf eine Erfolgsgeschichte zurück: Auch mithilfe der Immobörse sei es gelungen, seit 2007 acht Hertener Siedlungen mit insgesamt 285 Grundstücken zu entwickeln, ganz aktuell die Schneeberger Straße mit Glasfaser- und Fernwärmeanschluss. Hauschild: „Etwa 45 Prozent aller Baufamilien sind aus umliegenden Städten in eine der Hertener Siedlungen zugezogen.“

Eigene vier Wände in der Corona-Zeit immer wichtiger

„Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins blicken wir mit Optimismus auf das Jahr 2022 und freuen uns sehr, die Besucherinnen und Besucher dann mit neuen Inspirationen an der Zeche Scherlebeck zu begrüßen“, sagen auch Frank Purrnhagen (Geschäftsführer Volksbank Immobilien) und Silke Voß-Schulz (Marktbereichsdirektorin Sparkasse Vest in Herten). „Auch wenn man uns seit nunmehr zwei Jahren nicht auf der Immobörse antreffen kann, sind wir als Volksbank und Sparkasse mit unserer gesamten Dienstleistung rund um die Immobilien- und Baufinanzierung für unsere Kundinnen und Kunden da.“ Denn gerade aufgrund der privaten und beruflichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden die Themen Wohnen, Arbeiten und Leben in den eigenen vier Wänden für die Menschen immer wichtiger.

Weniger Besichtigungen durch intensive Vorauswahl

Immobilienmakler Christian Heeks fehlen die persönlichen Gespräche auf der Messe: „Wer sein Haus verkaufen und vorher bewerten lassen möchte, kommt aktuell telefonisch auf uns zu. Natürlich nehmen wir alle Kontakte unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wahr. Zweimal pro Woche lassen wir uns zur Sicherheit testen.“ Durch intensive Vorqualifizierung sei es gelungen, die Anzahl der Besichtigungen und damit der persönlichen Kontakte zu reduzieren. Heeks: „Die Verkäufer profitieren derzeit von der guten Marktlage und der riesigen Nachfrage. Den optimalen Verkaufspreis und die rechtliche Sicherheit hat der Verkäufer nur mit einem Profi an der Seite. Daran hat Corona nichts geändert.“

Brigitte Berkau verweist darauf, dass die städtische Wirtschaftsförderung die Immobörse seit ihren Anfängen begleite: „Die Messe gehört zu den Fixpunkten im Hertener Veranstaltungskalender. Sie bietet den Unternehmen rund um das Thema Immobilien eine tolle und gut angenommene Plattform, sich dem Hertener und dem regionalen Publikum zu präsentieren. Dass wir jetzt schon zum zweiten Mal absagen müssen, ist schade, gibt uns aber die Gelegenheit, das Konzept zu modernisieren.“

Der Abend in Oer-Erkenschwick

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt