Spendenaktion - mit Video

Auch in Singapur wird für „you4kids“ geschwitzt

Dominik von Wantoch-Rekowski unterstützt die Bewegungs-Challenge mit einem Zehn-Kilometer-Lauf in Asien. Noch bis Ende September kann jeder mitmachen.
Christof Majer („WeSeeHope“), Initiator Georg Brauckmann-Berger und Prof. Dr. Boris Zernikow (Kinderpalliativzentrum Datteln) werben für die Spendenaktion „you4kids“. © Meike Holz

Die Spendenaktion „you4kids“ sorgt selbst in Singapur für Bewegung: Dominik von Wantoch-Rekowski ist zehn Kilometer am Bedok Reservoir gelaufen, einem Stausee im Osten des asiatischen Insel- und Stadtstaats. Anschließend hat der 38-Jährige zehn Euro überwiesen, um die vom Oer-Erkenschwicker Georg Brauckmann-Berger initiierte Bewegungs-Challenge zu unterstützen.

„Meine Mutter hat mich auf die Aktion aufmerksam gemacht“, erzählt von Wantoch-Rekowski im Rahmen eines Online-Gesprächs. Der Wirtschaftswissenschaftler kommt aus Dortmund. Seine Mutter lebt immer noch dort. Sie hatte in den Medien von „you4kids“ gehört. Und ihren Sohn dann dazu animiert, am Bedok Reservoir ein paar Kilometer für das Kinderpalliativzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln sowie den in Afrika tätigen Verein „WeSeeHope“ zurückzulegen. Denn eben dieser Einrichtung bzw. Organisation sollen die „you4kids“-Gelder zugutekommen (wir berichteten).

Dattelner Gymnasiasten wollen auch mitmachen

„Singapur – Ich konnte das erst gar nicht glauben“, sagt Brauckmann-Berger. Der 47-Jährige erhofft sich durch diesen schillernden Teilnahmeort Rückenwind für die Bewegungs-Challenge. Die sieht konkret so aus: „Wir fordern jeden heraus, mitzumachen und sich für den guten Zweck zu bewegen“, so Brauckmann-Berger. Wer teilnehmen wolle, könne laufen, walken, wandern oder radeln, dann für jeden absolvierten Kilometer einen beliebigen Betrag spenden – und schließlich Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen herausfordern, das Gleiche zu tun.

Auch Dominik von Wantoch-Rekowski wird noch mal die Laufschuhe für „you4kids“ schnüren. Zumal in Singapur viel mehr gerade auch nicht möglich ist. „Theater, Kinos oder Bars sind wegen der Corona-Pandemie überwiegend geschlossen“, erzählt er. „Also geht man nach draußen in die Natur.“

Anders als in Deutschland seien die vergangenen Monate recht entspannt gewesen. Aber seit Anfang Mai, seit die sogenannte indische Virus-Variante für mehr Corona-Fälle sorge, seien die Schutzmaßnahmen wieder strenger. Wobei das auch mit der grundsätzlichen Herangehensweise zu tun habe: „Singapur setzt ja auf die ‚Zero-Covid-Strategie‘.“

Dominik von Wantoch-Rekowski © Privat © Privat

Der 38-Jährige lebt seit fünf Jahren in Singapur. Er arbeitet dort für eine Firma aus dem Schwarzwald, die Medizintechnik produziert und verkauft. Normalerweise besucht er zweimal im Jahr seine Familie in Dortmund. Aber wegen der Corona-Pandemie ist er jetzt schon 18 Monate am Stück in Asien.

Auch am Bedok Reservoir in Singapur wird für das Kinderpalliativzentrum Datteln und „WeSeeHope“ gelaufen. © Privat © Privat

Aber an „you4kids“ kann sich Wantoch-Rekowski eben auch dort beteiligen. Das ist der Vorteil einer Challenge, bei der jeder für sich und viel übers Internet läuft. Gleichzeitig ist die Teilnehmerzahl derzeit noch weit entfernt von der großer, gemeinschaftlicher Benefiz-Laufevents, die Brauckmann-Berger in Vor-Pandemie-Zeiten auch schon sehr erfolgreich organisiert hat. Aber: „Die Spenden-Aktion geht ja noch bis Ende September. Das braucht alles ein bisschen Vorlauf“, sagt der gebürtige Dattelner, der selbst ein leidenschaftlicher Läufer ist. Bis jetzt seien 1125 Euro zusammengekommen. „Das wird schon noch eine schöne Summe werden.“ Und überhaupt: Jeder einzelne Euro zähle.

Firmen können Mitarbeiter Spendenbetrag „erlaufen“ lassen

Aktuell seien mehrere Firmen an der Idee interessiert, ihre Mitarbeiter einen bestimmten Spendenbetrag „erlaufen“ oder „erradeln“ zu lassen, so Brauckmann-Berger. Großartig findet er, dass auch die Schülervertretung des Dattelner Comenius-Gymnasiums die Mitschüler bitten will, für „you4kids“ Kilometer zu machen – um dann die entsprechende Spende aus dem SV-Topf mit dem selbst erwirtschafteten Geld zu nehmen. Und erste „you4kids“-T-Shirts seien auch schon bestellt worden. „Sogar aus England“, sagt Brauckmann-Berger. Es bleibt also international.

Wantoch-Rekowski hatte vor seinem Lauf übrigens noch nie etwas vom Palliativzentrum oder „WeSeeHope“ gehört. Deren Arbeit bekannter zu machen: Auch das ist ja ein Ziel von „you4kids“. Und natürlich, möglichst vielen Menschen den Spaß an der Bewegung zu vermitteln.

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