Corona

Die Maskenpflicht in den Fußgängerzonen fällt weg

Darauf haben sich der Kreis Recklinghausen und seine Städte geeinigt. Möglich macht das die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz. Dennoch gibt es nach wie vor viele Orte, an denen eine Maske vorgeschrieben ist.
Eine generelle Maskenpflicht gibt es in den Fußgängerzonen des Kreises Recklinghausen ab Samstag, 12. Juni, nicht mehr. © picture alliance/dpa

Die Maskenpflicht im Kreis Recklinghausen wird aufgehoben: Ab Samstag, 12. Juni, muss in den Fußgängerzonen und an belebten Plätzen keine Maske mehr getragen werden. Darauf haben sich der Kreis Recklinghausen und seine zehn Städte mit Blick auf die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz geeinigt. Dieser Wert liegt derzeit stabil unter dem Schwellenwert von 35. Deshalb konnten hier am Freitag, 11. Juni, auch die Regelungen der Stufe 1 aus der Corona-Schutzverordnung in Kraft treten – und damit etliche weitere Lockerungen.

„Die niedrigen Fallzahlen ermöglichen uns einen großen Schritt in Richtung Normalität“, sagt Landrat Bodo Klimpel. Und dazu gehöre eben auch, „dass wir unsere über die Coronaschutzverordnung hinausgehenden Maßnahmen aufheben“. Und so tritt die entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises um Mitternacht außer Kraft.

Einzelne Städte können die Regelungen auch wieder verschärfen

Bei der Entscheidung seien sich alle Beteiligten einig gewesen, sagt Kreis-Sprecherin Lena Heimers auf Nachfrage dieser Redaktion. Aber: Auch wenn der Kreis seine Allgemeinverfügung aufhebe, könne eine einzelne Stadt immer noch eigene Regelungen zur Eindämmung des Corona-Virus erlassen – und eben auch, wenn sie es für eine geeignete Maßnahme halte, die Maskenpflicht wieder einführen. „Das geht aber nur in Absprache mit dem Kreis und dem Land“, so Heimers. Und ist jetzt erst mal auch kein Thema.

„Jetzt ist es an jedem einzelnen von uns“

Derweil betont Klimpel, dass die grundlegenden Hygiene-Regeln weiterhin beachtet werden müssen: „Bitte halten Sie auch weiterhin Abstand zu anderen. Denn auch wenn die Zahl der Neuinfektionen sinkt, haben wir die Pandemie noch nicht überstanden“, betont der Landrat. „Jetzt ist es an jedem einzelnen von uns, eine erneute stärkere Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Aber auch wenn der Kreis die Allgemeinverfügung jetzt aufhebt: Die Maskenpflicht gilt weiterhin an allen durch die Coronaschutzverordnung des Landes definierten Orten. Also zum Beispiel in Bus und Bahn, beim Frisör oder in geschlossenen Räumlichkeiten wie Museen, Bibliotheken oder Kinos. In Einzelhandelsgeschäften oder Arztpraxen. Und auch auf Märkten oder im direkten Umfeld von geöffneten Geschäften. „Aber diese grundsätzliche, pauschale Maskenpflicht in den Fußgängerzonen, die gibt es eben nicht mehr“, so Heimers.

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