Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: 207,6 – Inzidenz geht weiter runter

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Freitag, 3. Dezember, sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter, wenn auch nur leicht - auf 207,6, nach 210,1 am Donnerstag.
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Update 3. Dezember, 8.00 Uhr

Im Kreis Recklinghausen geht es mit der Sieben-Tage-Inzidenz weiter herunter, wenn auch nur in kleinen Schritten. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert liegt am Freitag, 3. Dezember, bei 207,6. Am Donnerstag betrug er noch 210,1, am Mittwoch 229,1.

Bundesweit ist der Inzidenzwert wieder leicht gestiegen. Er liegt nun bei 442,1 (Vortag: 439,2). Blickt man auf den Landkreis Mittelsachsen, dann sieht es im Vest noch einigermaßen gut aus. Dort beträgt die Inzidenz nämlich bereits 2062,5. Bundesweit sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen mit oder an Covid-19 gestorben.

Der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie hat allerdings inzwischen ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird allerdings nur landesweit ausgewiesen.

Gelsenkirchen liegt wieder unter der Inzidenz von 300

Im Regierungsbezirk Münster weist der Kreis Recklinghausen weiter bessere Inzidenzwerte aus als am jeweiligen Vortag. Der Kreis Warendorf liegt weiterhin über der 300er-Genze, Gelsenkirchen aber nicht mehr. Den niedrigsten Wert verzeichnet derzeit die Stadt Münster. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie vom RKI aufgeführt werden (Stand: 3. Dezember, 3.32 Uhr; Vortageswert in Klammern):

Kreis Warend.: 332,0 (331,6)

Gelsenkirchen: 283,7 (300,7)

Kreis Borken: 280,7 (272,7)
Kreis Steinfurt:
264,8 (258,8)

Bottrop: 239,4 (240,2)

Kreis RE: 207,6 (210,1)

Kreis Coesfeld: 188,9 (196,2)

Stadt Münster: 133,7 (134,0)

Die höchste Inzidenz verzeichnet immer noch Gladbeck

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert liegt am Freitag, 3. Dezember, bei 210,4 (Vortag: 216,6), ist damit also ebenfalls gesunken. Die höchste Inzidenz verzeichnet nach wie vor Gladbeck. Datteln, Dorsten und Castrop-Rauxel liegen unter der 200er-Grenze. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 3. Dezember, 9.30 Uhr; die Vortagswerte in Klammern):

Gladbeck: 266,2 (276,8)

Herten: 255,4 (232,8)

Oer-Erkensch.: 241,0 (203,0)
Marl:
223,0 (238,4)

Recklingh.: 216,8 (213,2)
Waltrop:
207,0 (217,2)

Haltern: 200,8 (195,5)

Datteln: 172,8 (187,2)

Dorsten: 157,0 (185,2)

Cas.-Rauxel: 155,9 (183,2)

Gesamt: 210,4 (216,6)

Fünf weitere Todesfälle im Kreis Recklinghausen

Im Kreis Recklinghausen gelten am Freitag, 3. Dezember, 2764 Menschen als infiziert (Vortag: 2724), zudem meldet der Kreis 253 bestätigte Neuinfektionen (Vortag: 222). Die Zahl der Todesfälle hat sich um fünf erhöht. 1049 Menschen sind mittlerweile im Zusammenhang mit Corona verstorben.

Aktuell werden 120 Covid-19-Erkrankte in den Kliniken im Kreis Recklinghausen behandelt. Laut Divi-Intensivregister – Stand 3. Dezember, 10.00 Uhr – befinden sich 29 Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 28), 17 (Vortag: 12) von ihnen werden künstlich beatmet. Zurzeit sind 49 von insgesamt 197 Intensivbetten frei. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt laut Divi-Intensivregister inzwischen bei 14,72 Prozent.

Bis jetzt 69.365 Booster-Impfungen

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht ganz aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 28. November. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 426.415 Personen geimpft. Davon haben 9.933 nur die Erstimpfung und 416.482 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 69.365 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 28. November 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 886.066 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 71,8 Prozent, unvollständig weitere 3,5 Prozent der Menschen (Stand: 30. November 2021).

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom Freitag, 3. Dezember (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 5050; 4620; 95; 335

Datteln: 2460; 2240; 92; 128

Dorsten: 3796; 3476; 78; 242

Gladbeck: 6665; 6108; 162; 395

Haltern am See: 1429; 1259; 16; 154

Herten: 4904; 4465; 128; 311

Marl: 6105; 5554; 130; 421

Oer-Erkenschwick: 2305; 2089; 77; 139

Recklinghausen: 8648; 7903; 232; 513

Waltrop: 1731; 1566; 39; 126

Gesamt: 43.093; 39.280; 1049; 2764
Im Kreis Recklinghausen öffnen jetzt nach und nach kleine stationäre Impfzentren. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Hier die aktuelle Übersicht:

Stationäre Impfzentren im Kreis gehen an den Start

Oer-Erkenschwick:

Samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr, in den Räumen des DRK, Agnesstr. 5. Anmeldung notwendig über www.schnelltest-drkoe.de.

Dorsten:

Montags, mittwochs und sonntags,10 bis 18 Uhr, Treffpunkt Altstadt (Auf der Bovenhorst), Terminvereinbarungen unter www.dorsten.de/impfzentrumsowie telefonisch (Mo-Fr) von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 02362 66-4443.

Recklinghausen:

– Freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 13 bis 18 Uhr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an der Kölner Straße, offenes Angebot ohne Terminvergabe.

– Montags, dienstags und freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr am Knappschaftskrankenhaus, Dorstener Str., nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr).Aktuell aber keine freien Termine.

– Ab Freitag, 3. Dezember, freitags von 10 bis 14 Uhr am SkF-Stadtteilbüro Süd, Am Neumarkt 33, ohne Termin

– Seit Mittwoch, 1. Dezember, montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr an der Vestlandhalle (24.12. bis 26.12 und 1.1. geschlossen), ohne Termin

Marl:

Mittwochs und donnerstags von 16 bis 20 Uhr an der Paracelsus-Klinik, Lipper Weg, nur mit Anmeldung unter www.klinikum-vest.de oder unter Telefon 02361/5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr), aktuell aber keine freien Termine.

Gladbeck:

– Ab Freitag, 3. Dezember, dienstags, mittwochs, donnerstags und samstags jeweils von 10 bis 16 Uhr sowie freitags von 10 bis 18 Uhr, in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Bottroper Straße 6. Die Terminvereinbarung erfolgt nur online unter www.schnelltest-gladbeck.de (Anmeldung ab Donnerstag, 2. Dezember, ab 12 Uhr möglich).

Weitere stationäre Impfstellen des Kreises sind in Vorbereitung. Mehr Infos zu den Impfangeboten unter: www.kreis-re.de.

Darüber hinaus gibt es Sonderimpfaktionen im Kreis Recklinghausen:

Castrop-Rauxel:

– Sonntag, 12. Dezember, 10 bis 13.30 Uhr, Adventszelt auf dem Castroper Marktplatz, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Herten

Samstag, 11. Dezember, 10 bis 16 Uhr, im Glashaus, Hermannstraße 16, Erst- und Zweitimpfungen, Booster-Impfungen.

Dorsten

– Samstag, 4. Dezember, 18 bis 22 Uhr, Atlantis Dorsten, Konrad-Adenauer-Platz 1

Erst- und Zweitimpfungen.

In NRW gelten jetzt neue Corona-Regeln

Ungeimpfte werden seit Mittwoch, 24. November, in NRW von zahlreichen Freizeitaktivitäten wie dem Restaurantbesuch, Kino oder Schwimmbad ausgeschlossen. Wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärte, werden die 2G-Regelung im Freizeitbereich (Zugang nur für Geimpfte und Genesene) sowie die schärfere 2G-plus-Regelung (zusätzlich mit negativem Test) unabhängig von der Hospitalisierungsinzidenz umgesetzt.

Damit geht NRW weiter, als die Länder verabredet hatten. Dafür zeigt sich das Land großzügiger bei den Ungeimpften in Sachen Friseur- und medizinischem Fußpflegebesuch. Obwohl die Länderchefs auch alle körpernahen Dienstleistungen nur noch unter 2G-Bedingungen erlauben wollten, lässt NRW hier auch getestete Ungeimpfte zu. Die wichtigsten Details:

Kultur- und Freizeit: Museen, Ausstellungen, Konzerte, Theater, Kinos, Tierparks, Zoos, Freizeitparks, Schwimmbäder und Wellness-Einrichtungen sind ab diesem Mittwoch nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich. Darunter fallen zudem Sportveranstaltungen, Weihnachtsmärkte, Volksfeste sowie touristische Hotelübernachtungen. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre sind davon ausgenommen.

Tanz und Karneval: In Diskotheken, Clubs und bei Karnevals- und Brauchtums-Events mit Singen und Schunkeln und engem Kontakt gilt 2G plus . Hierbei zeigt sich das Land bei den Nachweisen großzügiger: Die PCR-Tests sind wieder 48 Stunden gültig, Schnelltests 24 Stunden. Zuvor waren es beim PCR-Test 24 und beim Schnelltest sechs Stunden gewesen.

Auch bei 2G-plus-Veranstaltungen gilt eine Ausnahme für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre.

Arbeit: Zugang zum Betrieb sollen Beschäftigte nur dann bekommen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Geimpfte und Genesene müssen das belegen. Ungeimpfte, die nicht von zu Hause arbeiten können, müssen einen tagesaktuellen Test (oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test) vorlegen. Selbsttests vor Ort unter Aufsicht des Arbeitgebers sind möglich.

Zusätzlich mit 3G: Die 3G-Regelung gilt nun auch für den Hochschulbetrieb, also in den Bibliotheken und Mensen, zudem bei kommunalen Gremien, Beerdigungen und standesamtlichen Trauungen. Auch die Beschäftigten auf den Weihnachtsmärkten dürfen ungeimpft sein. Laumann erklärte dies mit dem Recht auf freie Berufsausübung.

Bußgelder: Wer weder genesen noch getestet ist und an einer 2G-Veranstaltung teilnimmt, muss 250 Euro Bußgeld zahlen, für die Veranstalter oder Betreiber, die nicht Immunisierte einlassen, werden 1000 Euro fällig. Hat der Veranstalter selbst einen gefälschten Impfpass, verdoppelt sich das Bußgeld von bislang 1000 Euro auf dann 2000 Euro. Unterlässt er zudem die Kontrolle der Test- und Impfnachweise, beträgt das Bußgeld 2000 Euro (bislang 500 Euro).

Die Fälschung eines Testnachweises schlägt mit 2000 bis 5000 Euro zu Buche (bisher 1000 Euro).

RKI registriert 73.209 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74 352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.00 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 76 414 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne „einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein“, heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Allerdings könnte die Entwicklung „regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein“.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 390 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 357 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 051 560 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,47 an (Mittwoch: mit 5,61). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 5 023 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 102 568.

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Freitag, 3. Dezember, bei 288,1 (Vortag: 282,7). Er ist damit wieder leicht gestiegen, befindet sich aber weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Sachsen hat die 1000-er Grenze bereits klar überschritten und mit 1224,7 unter den Bundesländern den höchsten Inzidenzwert, vor Thüringen (aktuell 1013,6) und Sachsen-Anhalt (aktuell 757,2).

Die für die Lagebewertung wichtige 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen ist minimal gesunken und liegt aktuell laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) bei 4,11 (Vortag: 4,12). Es gibt mittlerweile einen bestätigten Fall der neuen Corona-Variante Omikron in NRW und etliche Verdachtsfälle. Der Anteil der Covid-19-Patienten gemessen an der Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten liegt in NRW am Freitag bei 13,48 Prozent (Vortag: 13,17).