Pandemie-Newsblog

Kreis Recklinghausen: Inzidenzwert steigt weiter

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Sonntag, 17. Oktober, ist der Inzidenzwert erneut gestiegen - von 57,4 auf 60,5.
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Update 17. Oktober

, 9:30 UhrDie Sieben-Tage-Inzidenz ist am Sonntag, 17. Oktober, im Kreis Recklinghausen noch einmal leicht gestiegen. Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Inzidenzwert liegt jetzt bei 60,5 (Vortag: 57,4).

Allerdings hat der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab für Maßnahmen in der Corona-Pandemie ausgedient. Bei der Bewertung der Corona-Lage werden in Nordrhein-Westfalen jetzt beispielsweise auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Das sieht die am Freitag, 10. September, veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW vor, deren neue Regeln seit dem 1. Oktober und bis zum 29. Oktober gelten.

Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist gestrichen worden. NRW setzt damit vom Bundesrat beschlossene Änderungen im Infektionsschutzgesetz um.

Konkret ändern wird sich vorerst aber nichts. Die 3G-Regelung (geimpft, getestet oder genesen) für den Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Einrichtungen bleibe aufgrund des Infektionsgeschehens bis auf weiteres bestehen, betonte das Ministerium (die Regeln im Detail: siehe unten). Konkrete Grenzwerte für die neuen Indikatoren legt die Schutzverordnung nicht fest.

Neben den Krankenhausdaten und der Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) fließen auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes in die Beurteilung ein. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt.

Die bekannte Sieben-Tage-Inzidenz soll aber ein wichtiger Indikator bleiben. Denn: Steigt dieser Wert, bedeutet das, dass sich die Infektion schneller und breiter in der Bevölkerung ausbreitet.

Bottrop bleibt im Regierungsbezirk negativer Spitzenreiter

Im Regierungsbezirk Münster ist das Bild uneinheitlich. Die Stadt Bottrop ist nach wie vor negativer Spitzenreiter bei der Inzidenz. Der Wert liegt unverändert zum Vortag bei 86,9. Die niedrigste Inzidenz hat weiterhin Coesfeld. Nachfolgend die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk Münster, wie sie am Sonntag vom RKI aufgeführt werden (Stand: 17. Oktober, 3.10 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Stadt Bottrop: 86,9 (86,9)

– Kreis Warendorf: 64,5 (62,0)

– Stadt Gelsenkirchen: 61,4 (67,9)

– Kreis Recklinghausen: 60,5 (57,4)

– Kreis Steinfurt: 49,8 (49,8)

– Kreis Borken: 36,0 (37,4)

– Stadt Münster: 24,7 (29,4)

– Kreis Coesfeld: 16,3 (15,9)

Der Kreis Recklinghausen aktualisiert sein Dashboard am Wochenende zurzeit nicht. Das ist der Stand von Freitag (15. Oktober):

Oer-Erkenschwick klettert wieder auf über 100

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert ist am Freitag ebenfalls gestiegen. Er liegt nun bei 56,7 (Vortag: 53,6). Mit Marl, Castrop-Rauxel, Waltrop, Dorsten und Haltern liegen weiter fünf Städte unter der 50er-Marke. Negativ-Spitzenreiter bleibt Oer-Erkenschwick: Dort ist der Inzidenzwert wieder über die Marke von 100 gestiegen. So sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 15. Oktober, 8 Uhr; die Vortagswerte in Klammern):

– Oer-Erkenschwick: 111,0 (92,0)

– Datteln: 97,9 (69,1)

– Recklinghausen: 84,9 (76,8)

– Gladbeck: 75,5 (90,0)

– Herten: 63,0 (61,4)

– Marl: 42,7 (47,4)

– Castrop-Rauxel: 36,9 (27,4),

– Waltrop: 20,4 (20,4)

– Dorsten: 18,8 (18,8)

– Haltern: 15,9 (13,2)

Gesamt: 56,7 (53,6)

Drei weitere Verstorbene im Kreis Recklinghausen

Der Kreis Recklinghausen hat am Freitag 84 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vortag: 67). Insgesamt gelten hier jetzt 726 Menschen als infiziert (Vortag: 711). Die Zahl der Toten im Kreis, die im Zusammenhang mit Corona verstorben sind, liegt nun, nach drei Todesfällen bei 1.003.

25 Covid-19-Patienten befinden sich – Stand 15. Oktober – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung. Fünf von ihnen werden derzeit auf der Intensivstation behandelt.

Laut Divi-Intensivregister sind – Stand 17. Oktober – im Kreis Recklinghausen 40 von 193 Intensivbetten nicht belegt. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt hier bei 5,7 Prozent (Vortag: 3,09).

Geimpft wurden im Kreis bisher – bis zum 10. Oktober – 415.592 Personen. Davon haben 15.145 nur die Erstimpfung und 400.447 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung haben 7967 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 10. Oktober 2021 wurden in den zehn Städten insgesamt 798.300 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 68,7 Prozent, unvollständig weitere 4,4 Prozent der Menschen.

Detaillierte Zahlen aus dem Kreis Recklinghausen:

Nachfolgend die detaillierten Corona-Zahlen aus den zehn Städten des Kreises Recklinghausen vom 15. Oktober (Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 4331; 4182; 89; 60

Datteln: 2070; 1923; 88; 59

Dorsten: 3303; 3192; 75; 36

Gladbeck: 5829; 5555; 155; 119

Haltern am See: 1120; 1096; 13; 11

Herten: 4105; 3896; 124; 85

Marl: 5183; 4983; 124; 76

Oer-Erkenschwick: 1982; 1829; 71; 82

Recklinghausen: 7348; 6936; 228; 184

Waltrop: 1437; 1387; 36; 14

Gesamt: 36.708; 34.979; 1.003; 726

Impfzentrum hat geschlossen

Nach knapp acht Monaten Laufzeit hat das Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz am Donnerstag, 30. September, seine Türen geschlossen.

Wer nun in den letzten Tagen eine erste Impfung im Impfzentrum erhalten hat, kann für die Zweitimpfung eine Arztpraxis aufsuchen.

Welche Ärzte die Zweitimpfung anbieten, hat die Kassenärztliche Vereinigung auf ihrer Internetseite unter www.corona-kvwl.de/zweitimpfung veröffentlicht. Im Impfzentrum gibt es für die Erstgeimpften eine entsprechende Liste direkt mit nach Hause.

NRW-Inzidenz ist der zweitbeste Wert in Deutschland

Nach wochenlanger Stagnation scheint das Infektionsgeschehen in Deutschland wieder etwas Fahrt aufzunehmen. Die 7-Tage-Inzidenz lag erstmals seit 20. September wieder über der Marke von 70. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 72,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,8 gelegen, vor einer Woche bei 64,4 (Vormonat: 76,3).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8.682 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr Sonntag, 17. Oktober) wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8854 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 65 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.373.789 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter – gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.141.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.618.

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Sonntagmorgen stabil bei 47,9 (Vortag: 47,9) – und damit weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Nur in Schleswig-Holstein ist der Wert noch geringer.

Die aktuelle Verordnung in der Übersicht:

Die Kernaussage der neuen Corona-Schutzverordnung vom 11. September ist, dass vollständig geimpften und von Covid-19 genesenen sowie negativ getesteten Menschen grundsätzlich wieder alle Einrichtungen und Angebote offen stehen.

Die neue Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass bestimmte Angebote und Einrichtungen nur genutzt bzw. besucht werden dürfen, wenn eine vollständige Impfung, Genesung oder negative Testung vorgewiesen werden kann (3G = geimpft, genesen, getestet).

Die Landesregierung hat die Corona-Schutzverordnung an die aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen angepasst. Danach gelten seit dem 1. Oktober 2021 unter anderem der Verzicht der Maskenpflicht im Freien, die Möglichkeit, einen PCR-Test durch kurzfristige Schnelltests zu ersetzten sowie Erleichterungen für Gastronomen und Veranstalter.

Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick

Keine Maskenpflicht im Freien mehr

Die neue Corona-Schutzverordnung sieht unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien vor. Bislang galt, dass in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern sowie bei Sport-, Kultur und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern das Tragen einer Maske erforderlich war.

Diese Pflicht fällt weg. Trotzdem wird weiterhin auch im Freien das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, typischerweise ist das insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen der Fall.

PCR-Test kann durch kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden

Überall dort, wo bislang nicht immunisierte Personen einen PCR-Test als Zugangsvoraussetzung (z.B. Diskotheken) oder als Bedingung für den Entfall der Maskenpflicht (z.B. Chorproben) benötigt haben, kann ab 1. Oktober auch alternativ ein Schnelltest verwendet werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) entfällt die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vollständig. Bei Großveranstaltungen im Freien wird darüber hinaus die relative Obergrenze von 50 Prozent der regulären Zuschauerkapazität gelockert. Hier können nun alle Sitzplätze voll belegt werden, wenn die Veranstalterin bzw. der Veranstalter sicherstellen, dass außerhalb der Plätze Masken getragen werden.

Keine besonderen Abstände/Trennwände in der Innengastronomie mehr vorgeschrieben

In der Innengastronomie sind keine besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich. Vielmehr werden die Einhaltung des Abstands oder Trennwände lediglich empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Das bedeutet die 3G-Regel

Die 3G-Regel gilt immer für den Besuch von:

– Krankenhäusern;

– Alten- und Pflegeheimen;

– besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe;

– Unterkünften für Geflüchtete;

– stationären Einrichtungen der Sozialhilfe.

Aufgrund der aktuellen Lage besteht für alle Personen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, bei bestimmten Aktivitäten eine Pflicht zum Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests.

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests (= POC-Test) gilt für:

– Veranstaltungen in Innenräumen;

– Sport in Innenräumen;

– Innengastronomie;

– körpernahe Dienstleistungen (hierunter fallen auch notwendige medizinische Dienstleistungen);

– Beherbergung;

– Großveranstaltungen im Freien (mit mehr als 2500 Personen).

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests gilt für:

– Clubs;

– Diskotheken und ähnliche Einrichtungen;

– Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz (z.B. auch Hochzeitsfeiern);

– sexuelle Dienstleistungen.

Für genesene oder vollständig geimpfte Personen besteht keine Pflicht zum Nachweis eines negativen Testergebnisses.

Maskenpflicht und AHA-Regeln

Für alle Personen, also auch für Geimpfte und Genesene, besteht unabhängig von Inzidenzwerten die Pflicht zum Tragen (mindestens) einer medizinischen Maske – und zwar:

– im öffentlichen Personennahverkehr;

– im Handel;

– in Innenräumen mit Publikumsverkehr;

– in Warteschlangen;

– an Verkaufsständen;

– bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz).

Darüber hinaus werden die bekannten und bewährten AHA-Verhaltensregeln weiterhin empfohlen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen. Und: Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr sind verpflichtet, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln umzusetzen.

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