„Glücklich bin ich im Moment selbst nicht“: Christian Furche, Melanie Kaczmarek und Sabrina Sterzenbach sprechen im Tagesaufenthalt der Beratungsstelle für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten über ihre Situation. © Markus Geling
Corona-Pandemie und Inflation

Klopapier oder zwei Äpfel? Wenn die Inflation die Existenz gefährdet

Die Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen wirbt für einen Notfallmechanismus und um Spenden für Lebensmittel. Ihren Tagesaufenthalt besuchen Menschen, die unter steigenden Preisen besonders leiden.

Manchmal stehe sie im Geschäft, erzählt Sabrina Sterzenbach, und überlege, ob sie jetzt Klopapier kaufen solle oder doch lieber zwei Äpfel: „Das ist so. So hart es klingt.“ Melanie Kaczmarek nickt zustimmend. „Ich nehme auch immer die billigsten Eier“, sagt die 45-Jährige mit Blick auf die gestiegenen Lebensmittelpreise. Ob die Hühner glücklich seien oder nicht, darauf könne sie keine Rücksicht nehmen: „Glücklich bin ich im Moment selbst nicht.“

Einkommensschwache leiden überproportional

Sie weiß, wie sich eine Stromsperre anfühlt

Pro Woche wird eine warme Mahlzeit angeboten

Spendenkonto für Lebensmittel

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1972. Recklinghäuser. Hat in Göttingen studiert (Diplom-Sozialwirt) – und parallel dazu als freier Sportjournalist gearbeitet. Volontariat beim Medienhaus Bauer. Anschließend Politik-/Nachrichtenredaktion. Seit 2005 in der Regional- bzw. Kreisredaktion. Fühlt sich in der Stadionkurve genauso wohl wie im großen Saal des Ruhrfestspielhauses. Filmpreisträgerin oder Vierlingsmutter, ehrenamtlicher Seelsorger oder professioneller Sportler, Existenzgründerin oder Holocaust-Überlebender: Es sind die Begegnungen mit Menschen, die er an seinem Beruf so schätzt.
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