MRSA-Keime bleiben im Kreis Recklinghausen eine Bedrohung

Eine Krankenschwester reinigt sich ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel – zum Schutz auch vor MRSA-Infektionen.
Eine Krankenschwester reinigt sich ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel - zum Schutz auch vor MRSA-Infektionen. © dpa
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In den vergangenen Jahren wurden viele Krankenhausinfektionen durch Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme – kurz MRSA genannt – verursacht. Diese Fälle sind nach Angaben der Krankenkasse AOK im Kreis Recklinghausen rückläufig.

„Bei einer solchen Infektion sind die Therapiemöglichkeiten eingeschränkt. Die Folge können Infektionen mit schweren bis tödlichen Verläufen sein. Auch wenn die Tendenz weiterhin rückläufig ist, bleiben MRSA-Keime für die Menschen weiterhin ein ernstes Thema“, betont AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock in einer Mitteilung.

Auch außerhalb des Krankenhauses ist MRSA zu finden, erklärt die Krankenkasse. Denn der Erreger sei ansteckend und könne durch direkten Kontakt, beispielsweise über die Hände, übertragen werden.

Fieber, Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen

Bei Betroffenen äußert sich die Infektion durch hohes Fieber, Blutdruckabfall und Bewusstseinsstörungen. Kock: „Bei Verdacht einer MRSA-Infektion, die nicht während einer stationären Krankenhausbehandlung erworben wurde, sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Dieser kann mithilfe eines Wattestäbchens einen Abstrich von der Haut oder aus der Schleimhaut in der Nase und im Rachen entnehmen und damit die Diagnose stellen und die Therapie einleiten“, erläutert Kock. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seinen Angaben zufolge diese Leistung.