Pandemie-Newsblog

Kreis RE: Die Inzidenz steigt deutlich – fünf weitere Todesfälle

Die Zahlen zur Corona-Situation im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir im Newsblog regelmäßig. Am Dienstag, 24. Mai, ist die Inzidenz deutlich gestiegen - von 245,1 auf 320,9.
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Update 24. Mai, 7.50 Uhr

Bei den Corona-Neuinfektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen gestiegen – und das sogar recht deutlich. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für den Kreis Recklinghausen am Dienstag, 24. Mai, einen Wert von 320,9. Am Vortag lag dieser noch bei 245,1, am Dienstag vor einer Woche bei 386,2.

Die aktuelle Inzidenz ist allerdings nur sehr bedingt aussagekräftig, weil der Kreis Recklinghausen dem RKI am Wochenende keine Daten übermittelt. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen von Samstag und Sonntag wird am Montag nachgetragen und findet im RKI-Dashboard erst in der Nacht zum Dienstag ihren Niederschlag – also in den aktuellen RKI-Zahlen.

Landes- und bundesweit sind die Inzidenzwerte leicht gesunken. NRW weist am Dienstag eine Inzidenz von 319,9 auf (Vortag: 326,7), der Bund einen Wert von 307,2 (Vortag: 312,1).

Die Inzidenzwerte sind grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren. Und eben die besondere Situation am Wochenende.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk: Bottrop weist die niedrigste Inzidenz auf

Im Regierungsbezirk Münster ist die Entwicklung der Inzidenz am Dienstag uneinheitlich. Bottrop hat aktuell die niedrigste Inzidenz im Regierungsbezirk, der Kreis Borken die höchste. Überhaupt stellt sich die Lage im nördlichen Ruhrgebiet besser dar als im Münsterland.

Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Herne kommt auf eine Inzidenz von 265,7, Dortmund auf 350,2, Essen auf 240,2, Bochum auf 275,2, der Kreis Unna auf 468,5 und der Kreis Wesel auf 250,8.

Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster, wie man sie dem Dashboard des RKI entnehmen kann (Stand: 24. Mai, 3.12 Uhr; Vortageswerte in Klammern):

Kreis Borken: 471,1 (466,3)

Kreis Coesfeld: 463,5 (478,9)
Kreis Warendorf.: 441,9 (454,9)

Kreis Steinfurt: 360,6 (425,5)

Münster: 347,3 (375,8)

Kreis RE: 320,9 (245,1)

Gelsenkirchen: 249,7 (225,8)

Bottrop: 236,8 (282,8)

RKI: 532 Neuinfektionen im Kreis RE

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch – mit Ausnahme vom Wochenende – täglich an die übergeordneten Behörden. Der Statistik des Robert-Koch-Instituts für Dienstag, 24. Mai, ist zu entnehmen, dass die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Corona-Fälle im Kreis RE bei 162.610 liegt. Es sind also 532 Neuinfektionen dazugekommen. Zudem meldet das RKI fünf weitere Todesfälle im Kreis. Verstorben sind nach Angaben der Kreisverwaltung ein 89-jähriger Mann aus Dorsten, ein 96-jähriger Mann aus Herten, zwei Frauen im Alter von 76 und 94 Jahren sowie ein 94-jähriger Mann aus Recklinghausen. Die Zahl der Menschen, die im Kreis Recklinghausen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben sind, liegt damit jetzt bei 1331.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier die Zahlen vom Kreis Recklinghausen für die zehn kreisangehörigen Städte – von Freitag, 20. Mai. Den höchsten Inzidenzwert weist nach wie vor Haltern auf, den niedrigsten Oer-Erkenschwick. Im Vergleich mit der Vorwoche sind die Zahlen überall gesunken – außer in Datteln. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 20. Mai, 6 Uhr; der Wert vom 13. Mai in Klammern):

Haltern: 496,8 (589,2)

Dorsten: 420,0 (471,0)

Marl: 412,8 (424,6)
Recklingh.:
388,4 (398,4)
Herten:
357,3 (384,7)

Cas.-Rauxel: 346,0 (382,9)

Datteln: 342,8 (293,8)

Gladbeck: 303,2 (337,7)

Waltrop: 285,0 (322,3)

Oer-Erkensch.: 222,0 (342,5)

Gesamt: 367,5 (399,4)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 20. Mai):

Castrop-Rauxel: 18.794; 132;

Datteln: 8265; 105;

Dorsten: 19.110; 112;

Gladbeck: 20.568; 193;

Haltern am See: 8668; 24;

Herten: 17.941; 160;

Marl: 22.184; 157;

Oer-Erkenschwick: 8151; 98;

Recklinghausen: 31.495; 296;

Waltrop: 6673; 49;

Gesamt: 161.849; 1326;

Sieben Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (24. Mai, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen sieben Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 5), aktuell müssen zwei Patienten künstlich beatmet werden (Vortag: 2). Zurzeit sind 44 von 192 Intensivbetten frei. Das sind 22,92 Prozent. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 3,65 Prozent.

Im Kreis RE sind mehr als 396.000 Menschen geboostert

Die vom Kreis im Dashboard veröffentlichte Zahl der Impfungen ist nicht aktuell. Die letzte Angabe stammt vom 8. Mai. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden im Kreis 455.442 Personen geimpft. Davon haben 10.650 erst einen unvollständigen Impfschutz, 444.792 sind vollständig geimpft. Eine Booster-Impfung haben 396.736 Menschen bekommen. Vom 27. Dezember 2020 bis zum 8. Mai 2022 wurden in den zehn Städten insgesamt 1.282.021 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 79 Prozent, unvollständig weitere 2,6 Prozent der Menschen (Stand: 18. Mai 2022).

Nur noch drei kommunale Impfzentren im Kreis RE

Seit dem 1. April gibt es nur noch drei kommunale Impfstellen im Kreis Recklinghausen. Folgende Öffnungszeiten gelten:

– Castrop-Rauxel, Europaplatz (seitlicher Eingang der Stadthalle), freitags 11 bis 17 Uhr und samstags 11 bis 17 Uhr; am 27. und 28. Mai hat die Impfstelle geschlossen. Termine: www.castrop-rauxel.de/impftermin

– Dorsten, Altstadttreff am Hauptbahnhof, Auf der Bovenhorst 9, mittwochs 15 bis 18 Uhr. Impfungen ohne Termin.

– Recklinghausen, DRK-Kreisverband Recklinghausen, Kölner Str. 20, samstags 14 bis 18 Uhr. Impfungen ohne Termin.

An allen drei Impfstellen werden Impfungen mit den Impfstoffen von BioNTech, Moderna und Novavax sowie Kinderimpfungen angeboten.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

Bundesweit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz erneut leicht

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 307,2 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 312,1 gelegen (Vorwoche: 437,6, Vormonat: 807,0). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 64.437 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 86 252 registrierte Ansteckungen) und 159 Todesfälle (Vorwoche: 215) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.109.965 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 138.485 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Die bundesweit höchste Inzidenz hat jetzt Bremen

In Nordrhein-Westfalen ist der Inzidenzwert am Dienstag abermals gesunken – auf 319,9 (Vortag: 326,7). Die höchste Inzidenz gibt es aktuell in Bremen (465,5), die niedrigste in Thüringen (125,8).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Dienstag bei 3,07 (Vortag: 3,30).

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