Ruhrfestspiele

René Steinberg zu bemüht und textunsicher

Er war schon oft bei den Ruhrfestspielen. Und oft gut. Diesmal kann René Steinberg allerdings im Theaterzelt nicht überzeugen. Er ist zu bemüht und zu Text-unsicher.
Rene Steinberg. © Olli Haas

Er ist sichtlich froh, endlich wieder ein leibhaftiges Publikum um sich zu haben: René Steinberg kann im Festpielzelt der Ruhrfestspiele aber nicht überzeugen. Natürlich ist der erste Moment zurück etwas ungelenk – und es lässt sich auch schlecht über Ereignisse scherzen – es gab ja keine.

Okay, Verständnis ist angesagt

Okay, Verständnis ist angesagt für kurze Unsicherheiten, kein Problem. Es gibt einige unterhaltsame Pointen über das Rumliegen perfektionierende Teenager, über Geschirrspülmaschinen definierten Beziehungsstress, Fußball-EM-Quali-Spiele bei RTL, Kuschelhormon-Oxytocin-Ausschüttung an der Supermarktkasse und auch über Querdenker und Möchtegern-Virologen. Aber Eurovision-Song-Contest-Gags über Conchita Wurst (er gewann 2014) und Witze über einen dicken Reiner Calmund (er hat bereits über 70 Kilo abgenommen) sind zu alt, Lieder-Parodien zu bemüht.

Stimmen-Imitationen kann er richtig gut

Die Seitenbacher-Müsli-Werbung nervt auch schon alle seit Jahren, obwohl Steinberg das an sich gut macht. Überhaupt: Stimmen-Imitationen kann er – Pofalla, Lindenberg, Grönemeyer. Das ist nicht schlecht.

Aber dass er theoretisch nach Monaten der Vorbereitungszeit auf diesen Moment allerdings nicht nur ein häufig zu Rate gezogenes Notizbuch benötigt und auch paar Mal den Faden verliert, das ist schade.

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