Stefan Paul ist Geschäftsführer von Trianel Lünen. Die aktuelle Situation verfolgt er sehr genau. Die Energiemärkte für Brennstoffe und Strom sind aktuell sehr angespannt und nervös.
Stefan Paul ist Geschäftsführer von Trianel Lünen. Die aktuelle Situation verfolgt er sehr genau. Die Energiemärkte für Brennstoffe und Strom sind aktuell sehr angespannt und nervös. © Günther Goldstein
Energie

Lüner Kraftwerks-Chef Paul: „Ganz offensichtlich werden wir gebraucht“

Fast 70 Prozent der Kohle, die im Trianel-Kraftwerk Lünen verfeuert wird, kommt aus Russland. Der Ukraine-Krieg zwingt jetzt zum Umdenken - auch bei der Frage der Laufzeit.

Selbst bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel gibt es Wolken – zumindest im Lüner Westen. Dort strömt nahezu täglich eine helle Dampffahne nach oben. Das Trianel-Kraftwerk an der Frydagstraße ist so gut ins neue Jahr gestartet, wie es aus dem alten Jahr hinausgegangen war: mit Rekordzahlen. Und da war noch nichts zu ahnen von dem Überfall Russlands auf die Ukraine und den daraus resultierenden Verwerfungen auf dem internationalen Energie-Markt. Der Krieg stellt den Stromproduzenten an der Lippe zwar vor logistische Riesenherausforderungen, macht ihn aber gleichzeitig zu etwas, das für Steinkohlekraftwerke gar nicht mehr vorgesehen war: vorerst unentbehrlich.

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Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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