Bundestagswahl 2021

Am 23. August öffnet das Wahlbüro in der insel-VHS

63.111 Menschen sind in der Stadt Marl wahlberechtigt. Bereits ab nächsten Montag können sie an der Wiesenstraße 22 Briefwahlunterlagen beantragen - und damit schon direkt wählen.
Die Stadt Marl öffnet am Montag, 23. August, ihr Wahlbüro an der Wiesenstraße 22. Die Auszubildenden Melina Rüschenbaum (l.) und Svenja Schultz (2.v.r.), stellten mit Wahlbüroleiterin Alina Schmidt, Dezernent Michael Bach und Markus Arnold, Abteilungsleiter Informationstechnik, Wahlen und Beschaffung den Fahrplan vor. © Thomas Fiekens

„Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt“, sagt Artikel 38 des Grundgesetzes. Klare Sache hierzulande, was sonst.

Für Wahlberechtigte ist das eine Selbstverständlichkeit, für die Stadt Marl eine personelle, logistische und finanzielle Herausforderung. Im Pandemie-Jahr 2021 sowieso. Der Countdown für den 26. September läuft.

Am 23. August, in knapp einer Woche, öffnet das Wahlbüro in der insel-VHS, Wiesenstraße 22. Der Standort feiert Premiere, wegen der Generalüberholung gibt es im Rathaus am Creiler Platz derzeit wohl Bohrhämmer, aber keine Briefwahlurne. Michael Bach, zuständiger Dezernent und aktuell als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters gefordert, ist mit den Wahlvorbereitungen in der insel-VHS hochzufrieden.

Gut erreichbar, ebenerdig, barrierefrei

„Natürlich ist das Wahlbüro barrierefrei und zentral gelegen“, erläutert Bach bei einem Ortstermin am Montag. Das sind wichtige Kriterien, um allen die Wahl zu ermöglichen. Auf dem Schulhof gibt es Parkplätze, die wenige Gehminuten entfernte Bushaltestelle „Pfarrkirche St. Josef“ ist an die Linien 220, 222, 227 und 226 angebunden.

Kursräume der insel-VHS an der Wiesenstraße 22 bieten beste Voraussetzungen. © Thomas Fiekens © Thomas Fiekens

Am kommenden Montag also wird der Betrieb im Wahlbüro aufgenommen, schon ab Freitag, 20. August, finden erste Bürgerinnen und Bürger Wahlbenachrichtigungen im Briefkasten.

Wahlunterlagen kontaktfrei beantragen

Mit diesem Schreiben können Briefwahlunterlagen kontaktlos beantrag werden – ein Beitrag zu Coronavirus-Schutzmaßnahmen. Auf der städtischen Internetseite kann alternativ auch der Online-Wahlscheinantrag unter www.marl.de/bundestagswahl genutzt werden. Ebenso können Briefwahlunterlagen formlos per Brief, Telefax oder E-Mail – wahlbuero@marl.de – angefordert werden.

Hier geht es lang: Die Hinweisschilder sind nicht zu übersehen. © Thomas Fiekens © Thomas Fiekens

Zurück zur Wiesenstraße 22: Marlerinnen und Marler, die – wenn auch mit Maske und Abstand – den Kontakt von Mensch zu Mensch vorziehen, können gegen Vorlage von Wahlbenachrichtigung und/oder Personalausweis in den Räumen der insel-VHS Briefwahlanträge stellen – oder eben schon vor Ort wählen.

Akribische Vorbereitung läuft seit November

Damit die Bundestagswahl 2021 in Marl in der gebotenen und vom Bürger zurecht erwarteten Korrektheit überhaupt funktioniert, laufen in der Verwaltung seit November akribische Vorbereitungen.

Öffnungzeiten des Briefwahlbüros:

  • Das Wahlbüro ist barrierefrei zugänglich und unter Telefon 02365/992633 oder per E-Mail zur erreichen: wahlbuero@marl.de
  • Montags und dienstags öffnet das Wahlbüro von 8 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12.30 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr. Am letzten Freitag vor der Wahl – also am 24. September – ist es von 16 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Die allerletzte Möglichkeit, Briefwahl zu beantragen, ist über den Freitag, 24. September (8 bis 18 Uhr), hinaus in Krankheitsfällen möglich – dazu muss allerdings entsprechendes ärztliches Attestes fristgerecht bis Sonntag, 26. September, 15 Uhr vorgelegt werden.
  • Briefwahlunterlagen können noch bis zum Wahltag um 18 Uhr in den Briefkasten am Stadthaus 1 (Carl-Duisberg-Str. 165) abgegeben werden – danach geht nichts mehr.
  • Wer den Antrag auf Briefwahl z.B. nicht persönlich stellen kann, hat die Möglichkeit, einer Vertrauensperson schriftlich eine Vollmacht auszustellen. Nur gegen diese schriftliche Vollmacht werden Unterlagen ausgehändigt.

Markus Arnold, Abteilungsleiter Informationstechnik, Wahlen hält mit Wahlkoordinatorin Andrea Nottenkemper und Wahlbüro-Leiterin Alina Schmitt im operativen Geschäft die Fäden in der Hand. „Das Wählerverzeichnis steht“, berichtet Nottenkemper bei der Vorstellung des Wahlbüros am Montag, „und zwar mit 63.111 Wahlberechtigten.“ Da wird sich bis zum Wahltag nicht mehr viel ändern, etwa durch Wohnortwechsel.

Die Stadt Marl öffnet ihr Wahlbüro am 23. August. © Thomas Fiekens © Thomas Fiekens

Dabei geht es beileibe um keine Kleinigkeit: Das für jeden Wahlbezirk geführte amtliche Wählerverzeichnis ist die Basis von allem – denn sein Wahlrecht ausüben kann nur der, der ins Wählerverzeichnis eingetragen ist.

Wahlbeteiligung liegt traditionell hoch

In Marl steht es es nun ganz aktuell – davon, dass die Menschen bei der Bundestagwahl am 26. September von Wahlrecht Gebrauch machen, steht für Nottenkemper und Arnold außer Frage. In der Vergangenheit stellte die Beteiligung an der Bundestagswahl die Urnengänge auf Kommunal- und Europaebene in den Schatten.

Die Stadt Marl richtet 47 Wahllokale und 22 Briefwahllokale ein – nach wie vor werden Helferinnen und Helfer für die Arbeit in Wahllokalen und beim Stimmenauszählen gesucht. Dafür gibt es eine kleine Anerkennung von 50 (Wahlvorstand) bzw. 40 Euro (Briefwahlvorstand). Verbindliche Meldungen unter Telefon 992720 oder besser noch per E-Mail: wahlbuero@marl.de

Der Abend in Oer-Erkenschwick

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.