Wahlkampf in Marl hat begonnen

Das müssen Sie zur Bundestagswahl wissen

Nur noch gut zwei Monate bis zur Bundestagswahl. Im Stadtgebiet ist davon noch wenig zu spüren. Bislang haben sich die Parteien mit Ausnahme der AfD mit Wahlkampfplakaten zurückgehalten.
Ein Wähler wirft seinen Stimmzettel zur Bundestagswahl in die Wahlurne. Am 26. September wird wieder gewählt. © picture alliance/dpa

Drei Direktkandidaten für den Wahlkreis 122 (Marl, Herten, Datteln, Oer-Erkenschwick und Haltern am See) kommen bei dieser Bundestagswahl aus Marl.

Für die SPD stellt sich der Stadtverbandsvorsitzende Brian Nickholz als neuer Bundestagskandidat mit eigener Homepage und Podcast vor. Die FDP hat ein Wahlkampfbüro in Drewer eröffnet, um ihren Kandidaten Robert Heinze zu unterstützen. Die AfD Marl hat Bernard Keber nominiert und mit ihrem Kandidaten bereits einen Info-Stand auf dem Wochenmarkt durchgeführt.

Politische Stimmung verschoben

Die CDU setzt auf Bürgersprechstunden und Ortstermine, um ihren Kandidaten Lars Ehm aus Oer-Erkenschwick in Marl bekannt zu machen. Die Bündnisgrünen schicken den Studenten Robin Conrad aus Oer-Erkenschwick als Direktkandidaten ins Rennen.

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren gewann die SPD in Marl 34,01 Prozent der Wählerstimmen, die CDU landete bei 26,67, die AfD errang 14,17, die FDP bekam 10,05, die Linke 6,27 und Bündnis90/Die Grünen 4,51 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Der Marler SPD-Abgeordnete Michael Groß gewann damals das Direktmandat für den Wahlkreis 122 mit 45,34 Prozent, Rita Stockhofe, CDU, aus Haltern verpasste mit 31,19 Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag. Wie sich die politische Stimmung in Marl in den vergangenen vier Jahren verschoben hat, wird spannend. Michael Groß tritt nach zwölf Jahren im Parlament wie berichtet nicht mehr zur Wahl an.

63.300 Marlerinnen und Marler sind am 26. September zur Bundestagswahl aufgerufen. Das Wahlbüro der Stadt Marl ist dieses Mal in der insel-Volkshochschule (Wiesenstraße 22) und öffnet am 23. August. Jetzt werden noch Wahlhelfer gesucht.

2900 Erstwählerinnen und -wähler

Bei der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag dürfen die Marlerinnen und Marler zwei Stimmen abgeben, einmal für den Abgeordneten des jeweiligen Wahlkreises und für die Landesliste der Parteien. Bei der Bundestagswahl dürfen auch rund 2900 Erstwählerinnen und -wähler abstimmen.

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten im Bundesgebiet eine Wohnung haben oder sich sonst dort gewöhnlich aufhalten.

46 barrierefreie Wahllokale in Marl

Die Stadtverwaltung richtet in Marl insgesamt 47 barrierefreie Wahllokale und 22 Briefwahllokale für den Bundeswahlkreis 122 (Recklinghausen II) ein.

Wer am Wahltag nicht in sein Wahllokal kommen kann, kann beim Wahlbüro einen Wahlschein und Briefwahlunterlagen beantragen. Die Wahlbenachrichtigungen der Stadt Marl werden bis 5. September verschickt. Michael Bach, Vertreter des Bürgermeisters: „Briefwahlanträge können grundsätzlich nur persönlich gestellt werden. Wer den Antrag für eine andere Person stellen möchte, benötigt eine schriftliche Vollmacht“.

Anträge auf Briefwahl können per Post unter anderem mit der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, per E-Mail an wahlbuero@marl.de gestellt oder ab dem 23. August online beantragt werden. Auch direkt im Wahlbüro können Bürger Anträge stellen, ihre Briefwahlunterlagen mitnehmen oder direkt vor Ort wählen.

Wahlhelferinnen und -helfer gesucht

Für die Bundestagswahl sucht die Verwaltung weiterhin Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Ebenfalls werden Freiwillige für die Auszählung der Briefwahlstimmen benötigt. Wahlberechtigte Bürger, die als Beisitzer in einem Wahlvorstand helfen möchten, können sich per E-Mail unter wahlbuero@marl.de oder unter der Rufnummer (02365) 99-2720 bei der Marler Stadtverwaltung melden. Wahlhelfer bekommen eine Pauschale von 50 Euro, im Briefwahlvorstand 40 Euro.

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