Vor der Bundestagswahl

So wirbt der Marler SPD-Kandidat um Stimmen

Die Corona-Pandemie macht es den Kandidaten schwer. Am 26. September will der Marler Brian Nickholz (SPD) in den Bundestag gewählt werden. Er zieht mit neuen Ideen in den Wahlkampf.
Brian Nickholz, Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Recklinghausen II, vor dem Rathaus in Marl. © privat

Als Nachfolger des Marler Bundestagsabgeordneten Michael Groß will der 31-jährige Brian Nickholz im Herbst für die SPD im Wahlkreis 122 (Recklinghausen II mit den Städten Marl, Datteln, Haltern am See, Herten und Oer-Erkenschwick) in den Bundestag in Berlin einziehen. Die Unterstützung seiner Partei ist ihm sicher. Um potenzielle Wählerinnen und Wähler wirbt er jetzt mit einem eigenen Podcast im Internet.

Ein Kandidat von hier

Im Gespräch mit der Journalistin Mareike Graepel stellt sich der 31 Jahre alte Brian Nickholz als Kandidat für die Region vor. Geboren in Gelsenkirchen, aufgewachsen in Marl schloss er sich als Kind den Pfadfindern an, deren Ideale für ihn wichtig sind. Dem Pfadfinderstamm Ritter vom Loe zum Loe hält er bis heute die Treue. Als Jugendlicher kam er zu den Jusos und wurde 2005 Mitglied der Mutterpartei SPD.

Jüngstes Mitglied im Marler Rat

2009 wurde Brian Nickholz jüngstes Mitglied im Rat der Stadt Marl, dem er seitdem ununterbrochen angehört. Von 2012 bis 2016 war er Kreisvorsitzender der Jusos. Er arbeitet seit 2016 als hauptamtlicher Geschäftsführer für die SPD-Ratsfraktion. Seit 2018 ist er auch Stadtverbandsvorsitzender der Marler SPD. Der 31-Jährige ist verheiratet und lebt mit seiner Frau Jacqueline in Marl.

Nachfolger für Michael Groß?

Seit 2009 vertritt der Marler SPD-Politiker Michael Groß den Wahlkreis Recklinghausen II im Bundestag. Seinen Rückzug aus Berlin hat er lange angekündigt. Der SPD-Stadtverband Marl schlug seinen Vorsitzenden Brian Nickholz im Herbst 2020 als Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 und damit möglichen Nachfolger für Michael Groß vor.

„Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete“ sagt der Marler Sozialdemokrat mit Blick auf seinen Vorgänger Michael Groß.

Ich trete an, um zu gewinnen“

„Ich trete an, um zu gewinnen“, betont der neue SPD-Kandidat zuversichtlich. Dass er den Sprung in den Bundestag schaffen kann, ist trotz der bundesweit niedrigen Umfrageergebnisse für die SPD immer noch wahrscheinlich. Er will sich in Berlin für klassische SPD-Themen wie Arbeit und Ausbildung, Mindestlohn und Mindestausbildungsvergütung einsetzen und wie sein Vorgänger Michael Groß als Fürsprecher für das Ruhrgebiet eintreten. Auch dafür, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden, will der Marler als Bundestagsabgeordneter kämpfen.

„Politik muss Spaß machen, ist aber auch kein Selbstzweck“, erklärt der Marler Kandidat. „Wir wollen in Frieden und Sicherheit in der Gemeinschaft leben. Die Demokratie ist unser Instrument. Dafür lohnt es sich, sich einzusetzen und Politik zu machen.“

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