Kontrollen in Marl

Dortmunder Zollbeamte decken Schwarzarbeit auf einer Marler Baustelle auf

Auf einer Baustelle in Marl überprüften Beamte des Hauptzollamts Dortmund fünf Männer, die dort arbeiteten. Der Verdacht der Schwarzarbeit bestätigte sich vor Ort.
Arbeiter arbeiten auf einem Dach. Jetzt hat der Zoll auf einer Marler Baustelle einen möglichen Fall von illegalem Aufenthalt und Schwarzarbeit aufgedeckt. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Fünf Personen wurden nach Angaben des Hauptzollamts am Dienstag auf der Baustelle arbeitend angetroffen und überprüft. Es handelte sich um moldauische Staatsangehörige.

Um einer Beschäftigung nachgehen zu dürfen, benötigen moldauische Staatsbürger einen Aufenthaltstitel, der zur Ausübung einer Tätigkeit im Bundesgebiet berechtigt.

Die fünf Arbeiter konnten sich jedoch lediglich mit moldauischen Reisepässen legitimieren. Sie verfügten nicht über entsprechende Aufenthaltstitel und hätten sich somit nur als Touristen in Deutschland aufhalten dürfen. Die Zollbeamten nahmen die Männer im Alter von 40, 44, 45, 49 und 50 Jahren vorläufig fest und leiteten Strafverfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts ein. Über ihren weiteren Verbleib entscheidet nun die Ausländerbehörde.

Verfahren wegen Beihilfe

Den Arbeitgeber erwarten nun Verfahren wegen der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der illegalen Beschäftigung von Arbeitnehmern ohne gültige Arbeitsgenehmigung. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Zusätzlich ist ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro möglich.

Im Juni hatte das Hauptzollamt Dortmund in Marl zwei Massage-Salons in Marl überprüft und dabei einen Mann und eine Frau wegen Verdacht des illegalen Aufenthalts festgenommen.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.