Neubaugebiet Lohhäuser Feld

Anwohner wünschen sich einen verkehrsberuhigten Straßenausbau

35 Familien haben am „Lohhäuser Feld“ in Oer-Erkenschwick eine neue Heimat gefunden. Jetzt wünschen sie den verkehrsberuhigten Ausbau ihrer Straße - aber dazu gibt es längst einen Beschluss.
In etwa drei Monaten soll der Endausbau der Straße "Am Hilgenbach" (Foto) und im weiteren Verlauf des Fliederwegs als verkehrsberuhigter Bereich in Oer-Erkenschwick fertiggestellt sein. © Jörg Müller

35 Familien haben im Neubaugebiet „Lohhäuser Feld“ in Oer-Erkenschwick eine neue Heimat gefunden. Fast alle Häuser dort sind fertiggestellt. Und jetzt wünschen sich die Anwohner den verkehrsberuhigten Ausbau ihrer Straße – dabei ist der längst beschlossene Sache.

Verkehrsberuhigung in Oer-Erkenschwick Ende April beantragt

Ende April haben sich Anwohner des Fliederwegs und der Straße „Am Hilgenbach“ mit einem Bürgerantrag nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung NRW an die Stadt Oer-Erkenschwick gewandt. Darin beantragen sie einen verkehrsberuhigten Bereich mit dem Ziel, den dort lebenden Kindern „eine sichere Umgebung zu schaffen“, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme durch alle Verkehrsteilnehmer beruht. Über den Antrag debattieren die Mitglieder des Stadtrates. Und der Rat der Stadt Oer-Erkenschwick tagt erstmals seit Monaten wieder in voller Besetzung am Donnerstag, 1. Juli, ab 15 Uhr in der Stadthalle.

Anwohner wünschen sich mehr Sicherheit für ihre Kinder

Die Anwohner begründen dabei ihren Antrag wie folgt: „Nahezu täglich treffen sich die Kinder aus mehreren Familien auf unserer Straße. Die Anzahl der Kinder wächst in unserem Neubaugebiet ständig, sodass mit mehr spielenden Kindern auf der Straße zu rechnen ist.“ Weil ein Gehweg auf dem Stück Fliederweg und „Am Hilgenbach“ nicht geplant sei, würden viele Anwohner beim Verlassen ihrer Häuser künftig direkt die Straße betreten.

Und: Die aktuelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h werde oftmals nicht eingehalten, was die Kinder regelmäßig in Gefahr bringen würde. Außerdem würde das Neubaugebiet von vielen anderen Leute und Hundebesitzern als Durchgang zum Wald genutzt. Deshalb soll eine möglichst geringe Maximalgeschwindigkeit alle Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht anregen.

Bebauungsplan sieht den verkehrsberuhigten Ausbau vor

Der Technische Beigeordnete der Stadt Oer-Erkenschwick, Bernd Immohr, reagiert mit Verwunderung auf den Bürgerantrag. „Genau genommen ist der Antrag überflüssig, denn die genannten Straßenstücke werden selbstverständlich verkehrsberuhigt ausgebaut, weil das schon mit der damaligen Aufstellung des Bebauungsplans so beschlossen worden ist. Und die Arbeiten für den verkehrsberuhigten Ausbau beginnen noch in dieser Woche. In etwa drei Monaten soll die Straße fertiggestellt sein“, sagt Immohr.

Straßenstücke sind in Oer-Erkenschwick nicht durchgängig befahrbar

Grundsätzlich, so der Baudirektor, würden in Oer-Erkenschwick Straßen in reinen Neubau-Wohngebieten verkehrsberuhigt ausgebaut. „Das Neubaugebiet Lohhäuser Feld ist quasi eine Blaupause der Olga-Eckstein-Straße, die ebenfalls verkehrsberuhigt ausgebaut wurde“, erläutert Immohr. Die beiden Straßenstücke werden laut Bebauungsplan nicht durchgängig befahrbar sein, sondern auch als Teil der Beruhigungsmaßnahme abgebunden und dafür in der Mitte gesperrt. Der nördliche Teil der Straße durch das Neubaugebiet heißt Fliederweg, die südliche Hälfte „Am Hilgenbach“.

Baufirma soll Kontakt zu Hauseigentümern aufnehmen

Wie Bernd Immohr weiter erläutert, soll die Baufirma nun Kontakt zu den Hauseigentümern aufnehmen, um die Detailplanung für den Straßenausbau zu besprechen. „Dabei geht es dann um den genauen Standort von Pflanzbeeten und Laternen oder auch die Anbindung von Grundstückeinfahrten zur neuen Straße. Die Anwohner sollen sich aber auch nicht scheuen, von sich aus auf die Baufirma zuzugehen“, sagt Immohr.

Anwohner aus Oer-Erkenschwick müssen nichts extra bezahlen

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Neubürger in dem Neubaugebiet „Lohhäuser Feld“ brauchen für den verkehrsberuhigten Ausbau „ihrer“ Straße nichts extra zu bezahlen. „Alle Erschließungskosten sind bereits beim Kauf der Grundstücke abgegolten worden“, macht der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr, deutlich.

Mehr Interessenten als Bauplätze

  • Vor rund vier Jahren begannen nach kontroversen politischen Diskussionen die städtischen Aktivitäten zur Realisierung des Neubaugebietes „Lohhäuser Feld“ in Klein-Erkenschwick.
  • Für die insgesamt 35 Bauplätze gab es damals deutlich mehr Interessen, sodass die Grundstücke am Ende verlost worden sind.
  • Mittlerweile sind beinahe alle Wohnhäuser so gut wie fertig. Jetzt beginnt der Endausbau der Straßen „Fliederweg“ und „Am Hilgenbach“.

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