In Rapen

Bagger-Goßeinsatz – das passiert auf dem FC-Platz in Oer-Erkenschwick

Statt Fußballern und skatenden Jugendlichen bewegen sich derzeit Baufahrzeuge auf dem FC-Sportplatz am Steinrapener Weg in Oer-Erkenschwick. Dort entsteht ein besonderes Freizeitprojekt
Michael Grzeskowiak zeigt auf die Fläche, wo der neue Sportplatz mit Kunstrasenfläche am Steinrapener Weg entstehen soll. Foto: Martin Pyplatz © Martin Pyplatz

Lange ruhte sprichwörtlich ganz still der See auf dem Fußballplatz am Steinrapener Weg in Oer-Erkenschwick. Große Wasserlachen boten Vögeln statt Fußballern eine Heimat. Doch damit ist es seit einigen Tagen vorbei. „Jetzt rollen hier Bagger und Lkw“, erklärt FC-Vorsitzender Michael Grzeskowiak bei einem Ortstermin in Rapen. „Wir liegen nun wieder im Zeitplan, und ich bin weiterhin optimistisch gestimmt, dass hier ab September wieder Fußball gespielt werden kann.“

Neuer Kunstrasenplatz in Oer-Erkenschwick

Das wird dann auf einem nagelneuen Kunstrasenplatz möglich sein, der dann sogar abends unter Flutlicht benutzt werden kann. Doch dieser Fußballplatz ist beileibe nicht die einzige Attraktion des Begegnungszentrums, das nach dem Ex-FC-Vorsitzenden und verstorbenen „Bürgermeister von Rapen“, Walter Nilius, benannt werden soll.

Vielmehr entsteht auf dem Sportgelände auch ein Skaterpark. „Dazu haben wir uns die gut frequentierte Anlage in Olfen angeschaut. Aber die Detailplanung ist noch nicht abgeschlossen“, erklärt Michael Grzeskowiak. Dieser Skaterpark entsteht auf dem Geländeteil direkt am Steinrapener Weg. Dort wird auch das zwischenzeitlich demontierte Cageball-Feld wieder aufgebaut. Dazu kommt eine Beachvolleyballanlage sowie eine 50-Meter-Laufbahn samt Sprunggrube für den Schulsport.

Fläche für kleinere Veranstaltungen in Oer-Erkenschwick

Überhaupt wird Multifunktionalität großgeschrieben. Bereits jetzt ist die Aufschüttung erkennbar, die zu einem vergrößerten Zuschauerbereich gestaltet werden soll. „Diese Fläche können wir mit unserer Gastronomie aber auch für kleinere Veranstaltungen nutzen, wenn diese coronabedingt wieder möglich werden“, erläutert Grzeskowiak weiter.

In einem weiteren Teil der Anlage entstehen dann Angebote für Senioren. Es wird Boule-Bahnen geben und begehbare Tastflächen sowie Schachfelder. Dazu kommt ein von der Paul-Gerhardt-Schule initiierter Beton-Kletter-Parcours und ein kleinerer Dirtpark. Und dazu wird die 2,3 Mio. Euro teure Anlage, die 2022 komplett fertiggestellt sein soll, von einem 800 Meter langen Laufkurs umrundet. 90 Prozent der Kosten übernehmen Bund und Land.

Vereinsheim in Oer-Erkenschwick soll aufgewertet werden

Noch nicht ganz geklärt ist die Entsorgung des großen Hügels mit Kieselroterde. Dieser früher übliche und heute als bedenklich eingestufte Boden muss auf einer Deponie entsorgt werden. „Aber auch hier ist jetzt die Verfahrensweise geklärt“, sagt Michael Grzeskowiak. Zeitverzögerungen wie noch im Winter, als der komplette Bodenaushub begutachtet werden musste, soll es jetzt nicht mehr geben.

I-Tüpfelchen des Gesamtplans ist die Aufwertung des bisherigen Vereinsheims zu einer öffentlichen Gastronomie. Aktuell ist in den Räumlichkeiten eine Junikum-Kindergartengruppe untergebracht. „Die Voraussetzungen für einen Biergarten sind da“, sagt Grzeskowiak.

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