Landgericht Bochum

Betrug mit Wucher-Notdiensten: Bewährung für Oer-Erkenschwicker (38)

Weil er in die dubiosen Machenschaften einer Firma für Schlüssel- und Rohrreinigungs-Notdienste verstrickt gewesen ist, kassiert ein Familienvater aus Oer-Erkenschwick eine Bewährungsstrafe.
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Im Prozess um betrügerischen Wucher durch eine dubiose Schlüsseldienst- und Rohrreinigungsfirma ist ein Familienvater aus Oer-Erkenschwick am Bochumer Landgericht zu 23 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Richter stuften dem 38-Jährigen am Ende zwar nicht als Strippenzieher, jedenfalls aber als Gehilfen für eine dreiste Abzock-Masche ein.

Der Angeklagte hatte im Prozess vor der 6. Strafkammer zugegeben, mit einer falschen Identität eine Notdienst-Firma für Schlüssel oder Abfluss-Probleme angemeldet zu haben. Manager des angeklagten Betrugs durch später im Namen dieser Firma durchgeführte Dienstleistungen inklusive völlig überteuert angesetzter Nacht- und Wochenend-Zuschläge wollte der 38-Jährige jedoch nicht gewesen sein. Angeblich sei er nur eine Art Strohmann gewesen und von Mitgliedern einer Großfamilie auf dem Papier in die Chefrolle gezwungen worden.

Ursprünglich angeklagt waren 17 Fälle, in denen deutschlandweit Kunden der dubiosen Firma mit Sitz in Bottrop, die einen Schlüssel- oder Rohrverstopfungs-Notfall gemeldet hatten, durch Wucherpreise abgezockt worden waren. Im krassesten Fall lag einer Rechnung ein Preis von rund 2800 Prozent über dem ortsüblichen Reparatur-Preis zugrunde.

Das Urteil gegen den Oer-Erkenschwicker lautet unter anderem auf Urkundenfälschung sowie Beihilfe zum Betrug und Wucher.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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