Industriestraße nicht befahrbar

Bombensuche in Oer-Erkenschwick – Lkw-Parkplatz zwei Wochen gesperrt

Die Industriestraße in Oer-Erkenschwick wird für zwei Wochen auf einem Teilstück voll gesperrt. Nicht mehr genutzt werden kann dann auch der Lkw-Parkplatz gegenüber der Westfleisch-Zentrale.
Auch der Lkw-Parkplatz gegenüber der Westfleisch-Zentrale an der Industriestraße in Oer-Erkenschwick wird voraussichtlich für gut zwei Wochen gesperrt sein. © Martin Pyplatz

Die Industriestraße wird von der Stadt Oer-Erkenschwick ab Montag, 9. August, bis voraussichtlich Dienstag, 24. August, zwischen der Werkstraße und der Hausnummer 6 voll gesperrt. Dieses Haus befindet sich von der Horneburger Straße kommend unmittelbar nach der Rechtskurve der Industriestraße auf der rechten Straßenseite. Wie die Stadt weiter mitteilt, ist von der Vollsperrung auch der große Parkplatz gegenüber der Westfleisch-Zentrale betroffen, auf dem unter der Woche und insbesondere übers Wochenende viele Lkw-Fahrer aus dem Ausland ihre Lastzüge beziehungsweise ihre großen Zugmaschinen abstellen und oft auch dort bis zur nächsten Beladung übernachten.

Stadt Oer-Erkenschwick hat eine Umleitung eingerichtet

Für die Dauer der Sperrung hat die Stadt eine Umleitung eingerichtet. Die erfolgt über die Werkstraße, An der Aue und Ludwigstraße. Wie die Stadtverwaltung von Oer-Erkenschwick weiter mitteilt, sind die Geschäfte und die Gewerbebetriebe an der Gregorstraße, Norbertstraße, Auguststraße und Wiesenstraße auch während der Vollsperrung des genannten Teils der Industriestraße problemlos aus Richtung Ludwigstraße anfahrbar.

Luftbilder werden ausgewertet

Hintergrund der Vollsperrung ist die Tatsache, dass die Stadt Oer-Erkenschwick in diesem Bereich nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg suchen muss. „Im Zuge der Auswertung alliierter Luftbilder im Zuge des Breitbandausbaus in diesem Bereich haben sich sogenannte Verdachtspunkte ergeben. Denen müssen wir nun nachgehen“, erläutert der Stadtsprecher Andre Thyret. Diese Luftbildauswertungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sind seit vielen Jahren Routine. Im konkreten Fall geht es um drei mögliche Bombenblindgänger im Erdreich. Einer davon könnte sich im Bereich des Lkw-Parkplatzes gegenüber der Westfleisch-Zentrale befinden.

Zeitaufwendige Vorbereitungen in Oer-Erkenschwick

Ob dort tatsächlich Kampfmittel vorhanden sind, kann erst durch die Überprüfung festgestellt werden. Und da gibt es im konkreten Fall in Oer-Erkenschwick ein Problem. Denn bevor der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit seinen Arbeiten beginnen kann, müssen erst unterirdisch verlegte Versorgungsleitungen durch ein Tiefbauunternehmen freigelegt werden. Und diese Vorarbeiten sind durchaus kompliziert und vor allem zeitintensiv. So erklärt sich auch die mit gut zwei Wochen vergleichsweise lange Sperrdauer.

Magnetometer helfen bei der Suche in Oer-Erkenschwick

Bei der Suche nach Blindgängern nutzt man die Tatsache, dass alle Bomben aus ferromagnetischem Stahl bestehen. Dieser ferromagnetische Stahl bewirkt eine Störung des sonst homogenen Erdmagnetfeldes an der Erdoberfläche, die sich mit Hilfe von Magnetometern nachweisen lässt.

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