An der Brandenburger Straße

DRK-Kindergarten in Oer-Erkenschwick wird erweitert – das ist der Plan

Endlich: Nach knapp vier Jahren Vorbereitungszeit hat der Neubau der Räumlichkeiten für eine schon bestehende U3-Gruppe am DRK-Kindergarten an der Brandenburger Straße begonnen.
Leiter Andreas Krebs freut sich darüber, dass die Bauarbeiten für die Erweiterung des DRK-Kindergartens an der Brandenburger Straße in Oer-Erkenschwick begonnen haben. © Jörg Gutzeit

Seit mehr als zehn Jahren lebt man im Fünf-Gruppen-DRK-Kindergarten an der Brandenburger Straße mit Platzenge. Seit dieser Zeit ist eine Gruppe mit U3-Kindern in seinem Mehrzweckraum (Turnhalle) untergebracht. Jetzt ist ein Ende der Situation in Sicht. Vor wenigen Tagen haben die Bauarbeiten für einen Neubau über dem seit 1995 bestehenden Kindergartengebäude in Oer-Erkenschwick begonnen.

Landesjugendamt moniert das Provisorium in Oer-Erkenschwick

Schon vor vier Jahren hatte das Landesjugendamt nach einer Besichtigung das Provisorium moniert, weil der Zuschnitt der Gruppen- und Nebenräume an der Brandenburger Straße nicht mehr die Vorgaben des gesetzlich vorgeschriebenen Raumkonzepts erfüllt. Jetzt wird auf das Flachdach des DRK-Kindergartens eine zweite Etage gebaut. 600.000 Euro gibt es vom Land für die Erweiterung, zehn Prozent davon muss das DRK als Kita-Träger an Eigenanteil aufbringen. Um rund 200 Quadratmeter wächst die Kindertagesstätte mit diesem Bauprojekt.

Im August 2022 soll der Neubau in Oer-Erkenschwick fertig sein

Im neuen Obergeschoss gibt es Platz für eine komplette U3-Gruppe mit Gruppen-, Neben- und Wickelraum. „Die Statik stimmt, der Plan steht schon lange. Wir gehen davon aus, dass alles im August nächsten Jahres fertig sein wird“, sagt Andreas Krebs. Der 55-Jährige ist seit dem Spatenstich Leiter des DRK-Kigas an der Brandenburger Straße in Oer-Erkenschwick. Seit November ist er zudem im Verbund auch Chef der DRK-Kitas in Rapen und in Oer.

Vier zusätzliche Fundamente mit Stahlträgern in Oer-Erkenschwick

Der Kita-Betrieb soll während der Bauphase weiterlaufen. „Allerdings werden die Eltern beim Bringen und Holen ihrer Kinder mit Einschränkungen leben müssen“, sagt Krebs. Das Obergeschoss wird in Ständerwerkbauweise mit Fertigteilen errichtet. Ein Kran wird die Fertigteile aufs Dach hieven. Bis zur Lösung des Platzproblems musste die DRK-Kita einige Klippen umschiffen. Ursprungsplanung war 2017, einfach eine Etage auf das Flachdach draufzusetzen. Das ließ sich aber nicht realisieren. Aus statischen Gründen ist eine zusätzliche Dach-Etage nämlich nicht so einfach machbar. Die Lösung für den Neubau sind vier zusätzliche Fundamente mit Stahlträgern, die den Erweiterungsbau in der ersten Etage praktisch freischwebend tragen. Wo jetzt die Fahrradständer stehen, soll der neue Eingangsbereich mit einem Flur entstehen. Über Treppenhaus und Fahrstuhl gelangt man in die neue erste Etage.

Bald sind 1.061 Kindergartenplätze in Oer-Erkenschwick verfügbar

100 Kinder besuchen aktuell den HiBiDuWi-Kindergarten mit zwei U3- und drei Ü3-Gruppen (ohne Notbetreuung). Insgesamt gibt es in Oer-Erkenschwick 1.061 Kindergartenplätze. Mit eingerechnet sind schon der sich an der Longbentonstraße im Bau befindliche Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der zum Beginn des Kindergartenjahres 2022/23 öffnen soll. Diese Vier-Gruppen-Einrichtung verfügt künftig über 70 Plätze. 99 Mädchen und Jungen werden noch im Laufe dieses Kindergartenjahres im Junikum-Kindergarten an der Stimbergstraße auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades untergebracht. Hinzu kommen rund 100 Plätze in der Kindertagespflege. „Damit sind wir in Oer-Erkenschwick ausreichend mit Kita-Plätzen versorgt. Der Bedarf wird seitens der Stadt aber regelmäßig neu bewertet, um gegebenenfalls rechtzeitig gegensteuern zu können“, erläutert Kindergarten-Fachmann Walter Herenz aus dem Rathaus.

Kinderbetreuung kostet zehn Mio. Euro

  • Rund zehn Mio. Euro muss die Stadt für die Betreuung der Kinder in den 14 Einrichtungen in Oer-Erkenschwick aufwenden. Rund 40 Prozent bekommt die Stadt vom Land erstattet.
  • Bleiben sechs Mio. Euro, die den städtischen Finanzplan belasten. Den finanziert die Gemeinde zumindest teilweise mit Elternbeiträgen gegen. In diesem Jahr wird mit Beiträgen in einer Höhe von rund 675.000 Euro gerechnet.

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