Zechenhalde in Oer-Erkenschwick

Fotowettbewerb – diese Bilder haben die Jury überzeugt

Die Bürgerinitiative Ewald-Fortsetzung, die sich für die Bewahrung der Natur auf der Zechenhalde stark macht, hatte zu einem Fotowettbewerb aufgerufen - und jetzt die Sieger ausgezeichnet.
Bei der Siegerehrung am Haldenaufgang in Oer-Erkenchwick: (v.l.) Adam Wozny (1. Platz), Kai Frenken (3. Platz), Wettbewerbs-Initiator Björn Kurzke und Stephanie Schmidt (2. Platz). © Jörg Müller

Wie schön es auf der Halde des ehemaligen Bergwerks Haard zwischen Ewald- und Klein-Erkenschwicker-Straße und dem weiteren Zechenstillstandsbereich in Richtung Rapen ist, davon überzeugen sich täglich zahlreiche Bürger, die den „Monte Antonio“ mitten in der Stadt bewandern. Der Name, den Bergleute der Halde gegeben haben, bezieht sich übrigens auf den letzten Direktor des damals noch eigenständigen Pütts in Oer-Erkenschwick, Anton Stark. Vor einigen Wochen hatte die Bürgerinitiative Ewald-Fortsetzung (BIEF), die sich für den Erhalt der Fläche als Naturareal stark macht, zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Jetzt wurden die Sieger ausgezeichnet.

Keine einstimmige Entscheidung beim Siegerbild

„Wie gut, dass die Jury mit drei Personen ungerade besetzt war. Denn am Ende gab es beim Siegerbild und dem Zweitplatzierten keine einstimmige Entscheidung“, sagt Björn Kurzke bei der Siegerehrung am Haldenaufgang an der Klein-Erkenschwicker-Straße. Am Ende hat Adam Wozny mit seinem Panoramabild von der Zechenfläche gewonnen und durfte sich über den Geldpreis von 100 Euro freuen. Auf Platz zwei rangiert Stephanie Schmidt (50 Euro) und Platz drei belegt Kai Frenken (25 Euro).

Zweite Demonstration in Oer-Erkenschwick geplant

Am Rande der Siegerehrung kündigte Björn Kurzke an, dass die Bürgerinitiative Ende September eine zweite Demonstration gegen die auf einem Großteil der ehemaligen Zechenfläche geplanten Gewächshäuser plant. „Der Termin steht aber noch nicht fest“, sagt Kurzke. Bekanntlich will die Fakt AG aus Essen in großen Gewächshäusern auf der Zechenbrache unter Nutzung von Kokos-Substrat, Hummelbestäubung und Regenwasser unter anderem Tomaten züchten und sie regional vermarkten. Rund 100 Arbeitsplätze sollen entstehen, was die Stadt Oer-Erkenschwick besonders begrüßt. Der Bürgermeister hatte in der Vergangenheit stets darauf verwiesen, dass die Fakt AG im Zuge des Bauantragverfahrens mehrere Umweltgutachten vorlegen muss, die dann von verschiedenen Behörden geprüft werden. Anschließend würde die Stadt nach Recht und Gesetz über einen Bauantrag entscheiden.

„Ziel ist es, das Gewächshaus-Projekt zu stoppen“

BIEF-Initiator Björn Kurzke hielt schon während der ersten Demonstration im Sommer dagegen, dass es sich eben nicht um eine Brachfläche handelt. „Auf den 26 Hektar Fläche, die der Investor künftig nutzen möchte, leben zahlreiche Tiere, und das Gelände wird auch von vielen Menschen genutzt. Wir sollten froh sein, dass wir in dem Bereich die Zechenindustrie los sind und jetzt ein Erholungsgebiet haben. Unser klar definiertes Ziel ist es, das Gewächshaus-Projekt zu stoppen und vor allem das Areal zukünftig für Tiere und die Bürger zu erhalten.“

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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