Biostation in Oer-Erkenschwick

Freunde und Förderer lassen sich im Grünen Reibekuchen schmecken

Es kommt wieder Leben in die Biostation. Langsam zwar. Aber nach der Corona-Zwangspause tut sich wieder was in der grünen Oase. Jetzt zog der Duft von Reibekuchen durch die Anlage.
Lassen sich leckere Reibekuchen in der Biostation munden: (v.l.n.r.) Achim Haase (Sparkasse Vest), Günther Reßler (Biostation), Heinz Kettler (ehem. Kettler Bäckerei), verdeckt Landwirt Clemens Schürmann, Peter Dirsen (Biostation), Altbürgermeister Clemens Peick, Barbara Bohner (Volksbank), Ludger Drescher (Biostation), Johann Kemper (1. stellv. Bürgermeister), Melanie Kauschke (Bürgermeister-Büro), Reinhardt Wentzlik (Biostation), Dirk van Buer (Sparkasse Vest) und Olaf Zimmerling (Kettler Bäckerei). Alle Personen auf dem Foto sind vollständig geimpft. © Biostation

Ludger Drescher, Geschäftsführer der Biostation in Oer-Erkenschwick, ist die Freude über die wieder beginnenden Aktivitäten nach dem Lockdown anzumerken. „Gott sei Dank war es wieder so weit, dass wir nach langer Corona-Pause unsere Förderer und Unterstützer mit dem schon traditionellen Reibekuchenessen auf der Biostation begrüßen durften“, berichtet Drescher. Die Stimmung bei allen Beteiligten hoben nicht nur die frisch gebackenen Reibekuchen, sondern auch die äußeren Umstände. „Strahlendes Wetter und gute Laune sorgten für einen Nachmittag, an dem man untereinander viele Neuigkeiten aber auch Dönekes aus alten Zeiten austauschen konnte“, fügt Ludger Drescher hinzu. Und doch schwang bei aller Freude über das gesellige Stelldichein an der Alten Zechenbahn ein bisschen Corona-Pandemie mit: Das Reibekuchenessen fand im Freien statt. Alle Teilnehmenden sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Hege und Pflege der Flora und Fauna in der Biostation

Hinter den Aktiven der Biostation liegen viele Monate, in denen die Anlage wegen des coronabedingten Lockdowns dicht gewesen ist. Über ein Jahr tat sich nichts in und an der Biostation. Oder besser gesagt: sehr wenig. Damit Flora und Fauna keinen Schaden nahmen, musste hier und da – wie berichtet – etwas „Kosmetik“ betrieben werden. Die Naturfreunde mit ihrem Vorsitzenden Reinhard Wentzlik an der Spitze hielten den Rasen kurz. Viel Wasser brauchten die Pflanzen, die ohne regelmäßiges Bewässern den heißen Sommer im vergangenen Jahr nicht überlebt hätten. „Wir konnten ja nicht alles stehen und liegen lassen“, gab Geschäftsführer Ludger Drescher zu Protokoll.

Pflege und Hege brauchten selbstverständlich auch das Insektenhotel sowie die drei Bienenvölker. Coronabedingt übernahmen diese Aufgabe Zweierteams, die sich wechselweise um das Wohl der Insekten kümmerten.

Rückblickend erging es den Aktiven der Biostation wie vielen anderen Vereinen und Organisationen. Ludger Drescher: „Was uns gefehlt hat, waren die Besucher. Wir schmoren doch nicht im eigenen Saft, wollen unseren Bildungsauftrag erfüllen, den Menschen die Natur näherzubringen.“ In diesem Herbst soll auch das grüne Klassenzimmer an der Zechenbahn wieder öffnen. Schulklassen und Kindergartengruppen sind gemeinhin gerngesehene Gäste.

Heimatverein ehrt Mitglieder auf der Anlage

Auch Mitglieder des Heimatvereins waren Anfang Juli in der Biostation. Die Heimatfreunde führten dort die Mitglieder-Ehrungen durch. Dank der Lockerung der Corona-Maßnahmen war das möglich.

Die Oer-Erkenschwicker Naturfreunde haben ein großes Projekt in der Pipeline, das in diesem Jahr beginnen soll. Es heißt „Vom Korn zum Brot“. Die Brote sollen frisch aus einem traditionellen Steinbackofen kommen, den das Team um Reinhard Wentzlik bauen will. Finanziell unterstützt wird die Biostation in Oer-Erkenschwick von Volksbank und Sparkasse Vest.

Die Biostation in Oer-Erkenschwick

  • Die Biologische Station ist ein eingetragener Verein ehemaliger Bergleute und Zechen-Eisenbahner. Seit 1993 ist die Biostation ein Verein.
  • 1984 gab es auf dem Gelände nur eine Wiese, ein Pferd, einen Hund und einen Schwarzbau im Landschaftsschutzgebiet. Mit der Vereinsgründung sowie Unterstützung von Stadt und Kreis wurde die Biostation rechtlich abgesegnet.
  • Der Verein hat aktuell 22 Mitglieder. Acht Aktive treffen sich mindestens einmal die Woche jeden Mittwoch von 10 bis 14 Uhr in Oer.
  • Auf 750 Quadratmetern gibt es jede Menge Hecken, Sträucher und Bäume, drei Bienenvölker und ein großes Insektenhotel. Dazu kommen noch zwei mehr als 2500 Quadratmeter große Streuobstwiesen mit jeder Menge Äpfeln.
  • Wer Interesse an der Natur hat und mal mit anzupacken, ist herzlich willkommen, einmal mittwochs zwischen 10 und 14 Uhr vorbeizuschauen. Bergbau-Vergangenheit spielt keine Rolle. Kontakt: Ludger Drescher, Tel. 0171-4503384.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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