Serie „Was macht eigentlich...?“

Gärtnermeister und erfolgreicher Teckelzüchter aus Oer-Erkenschwick

Über viele Jahre war er eines der prägenden Gesichter der Schützengilde Erkenschwick. Aber auch als Gärtnermeister ist er vielen bekannt. Wir fragen: Was macht eigentlich Ferdi Tensmann?
Genießen heute ihre immer noch knapp bemessene Freizeit gerne im Garten ihres Hauses an der Holtgarde in Oer-Erkenschwick: Ferdinand und Christa Tensmann. © Jörg Müller

Beim Namen Ferdinand Tensmann denken viele Bürger aus Oer-Erkenschwick sofort an Blumen, Grabgestaltung und Weihnachtsbäume. Und natürlich an das Erkenschwicker Schützenwesen, für das „der Ferdi“, wie ihn seine Freunde nennen, über viele Jahrzehnte in vorderster Front aktiv war. Mittlerweile ist es ruhiger geworden um den 69-Jährigen und seine Ehefrau Christa. „Die Hände habe ich deshalb aber noch lange nicht in den Schoß gelegt“, erklärt der Gärtnermeister während eines Ortstermins im Garten seines Hauses an der Holtgarde.

Immer noch eine wichtige Rolle im Betrieb in Oer-Erkenschwick

Und während des Interviews wird schnell deutlich, dass Ferdi Tensmann zusammen mit seiner Frau immer noch eine wichtige Rolle spielt. Immer wieder kommen Sohn Björn und andere Mitarbeiter auf die Wohnhaus-Terrasse, fragen um Rat und erbitten Anweisungen. „Ich arbeite immer noch sehr gerne. Aber so ganz langsam könnte es auch etwas weniger sein“, erklärt Tensmann und seine Ehefrau nickt.

Ex-Schützenkönig kümmert sich heute um den Gildennachwuchs

Aber Sohn Björn sorgt mittlerweile bereits für viel Entlastung und hat bereits einen Bereich des vielseitigen Gartenbaubetriebs verantwortlich übernommen. So bleibt Ferdi Tensmann mehr Zeit für den Schützennachwuchs. Denn der 69-Jährige, der seit 1966 der Schützengilde Erkenschwick angehört und dort unter anderem als Vorsitzender und Schützenkönig wirkte, kümmert sich heute auch um die Schützenjugend. Und irgendwie ist es kein Zufall, dass zu diesem Schützennachwuchs auch die Enkelkinder von Christa und Ferdi Tensmann gehören.

Das Foto aus dem Jahr 2007 zeigt den nach wie vor erfolgreichen Züchter Ferdi Tensmann aus Oer-Erkenschwick mit seinen Teckel Usus. © Jochen Börger © Jochen Börger

Erfolgreiche Schießsportler aus Oer-Erkenschwick

Und die haben mit den Großeltern erfolgreiche Vorbilder im Bereich des Schießsports. Denn Ferdi und Christia Tensmann sind erfolgreiche Sportschützen mit dem Luft- und dem Kleinkalibergewehr. In der Vergangenheit haben sich beide oft für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Einmal wurden sie sogar Vierte. „Einmal die Woche sind wir auch heute noch beim Jugendtraining oder bei den Rundenwettkämpfen. Und der Kompanieabend ist uns stets sehr wichtig“, sagt Ferdi Tensmann.

Passionierter Jäger aus Oer-Erkenschwick

Das zweite Hobby des 69-Jährigen hat ebenfalls mit Schießen zu tun. Ferdi Tensmann ist seit vielen Jahren passionierter Jäger. Immer wieder zieht es ihn in seinen Jagdbezirk, wohin er auch schon von einem Enkel begleitet wird. Passend dazu dann das nächste Hobby. Tensmann ist erfolgreicher Hundezüchter. Seine Liebe gilt den Teckeln, die teils nicht nur preisgekrönt sind, sondern auch immer wieder begeisterte Abnehmer finden. Genauso wie seine Blumen und Gestecke. „Während der Corona-Pandemie brauchten wir keinen der rund 20 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Denn gerade der Bereich der Floristik lief sehr gut“, erzählt Ferdi Tensmann. Denn ganz offensichtlich ist es so, dass die Menschen coronabedingt mehr zu Haue bleiben und Geld in die Verschönerung von Haus und Garten investieren. Aktuell werden im Betrieb Tensmann übrigens zwei Friedhofsgärtner ausgebildet.

„Klemm-Ruine ist ein Trauerspiel

Ferdi Tensmann hat als „alter Erkenschwicker“ natürlich auch ein Auge auf die Entwicklung seiner Heimatstadt. „Wir betreiben während der Erdbeer-Saison bekanntlich einen Verkaufsstand auf dem ‚roten Platz‘. Der Zustand des ehemaligen Kaufhauses Klemm, von dem heute nur noch eine Ruine steht, ist wirklich ein Trauerspiel. Da muss sich dringend etwas ändern“, meint Tensmann.

Ändern soll sich für die Zukunft nach dem Willen von Ferdi Tensmann privat aber nur wenig. „Hoffentlich bleiben wir weiterhin gesund und können noch viele Jahre im Kreise der Familie genießen. Und hoffentlich läuft der Betrieb weiterhin gut. Aber das darf er in Zukunft gerne ein bisschen weniger ohne meine Frau und mich machen“, sagt Ferdi Tensmann.

Ex-Majestät und begeisterter Sportschütze

  • Ferdi Tensmann ist 69 Jahre alt und in Oer-Erkenschwick aufgewachsen.
  • Nach der Schule absolvierte er erfolgreich eine Ausbildung in der Gärtnerei Colle, arbeitete schließlich drei Jahre in der Gärtnerei Wolf in Herne, bevor er seinen Bundeswehrdienst in Rheine und Unna ableistete.
  • Anschließend besuchte Ferdi Tensmann die Meisterschule in Münster-Wolbeck und bekam 1974 seine Urkunde als damals jüngster Gärtnermeister.
  • Bereits während der Zeit an der Meisterschule hatte sich Ferdi Tensmann als Friedhofsgärtner selbstständig gemacht, arbeitete aber noch ein Jahr als Gärtnermeister für einen Betrieb in Bochum. 1977 war dann ein besonderes Jahr. Tensmann baute sein Haus an der Holtgarde und gründete dort seinen Gärtnereibetrieb, in dem er heute noch tätig ist. Mittlerweile tritt aber Sohn Björn (41) in Sachen Betriebsleitung Stück für Stück in Vaters Fußstapfen.
  • Ferdi Tensmann ist seit 1984 mit Ehefrau Christa verheiratet. Beide zusammen haben vier Kinder, vier Enkel und einen Urenkel.
  • Ferdi Tensmanns großes Hobby ist das Schützenwesen. Seit 1966 ist er Mitglied der Schützengilde Erkenschwick. Gattin Christa trat 1972 bei. Ferdi Tensmann war Königsadjutant, Oberschützenmeister 2. Vorsitzender unter dem unvergessenen „Natz“ Mönig und Gildenführer von 1997 bis 2004. Von 1992 bis 1995 fungierte er mit Gattin Christa als Königspaar. Beide sind heute noch aktive Sportschützen und kümmern sich um den Schützennachwuchs.

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