Nach Zwangspause

Kinder rennen über die Halde – das plant die Ewaldschule

Nach einem Jahr Zwangs-Corona-Pause startet die Ewaldschule wieder mit einem ihrer beliebten Projekte durch.
Am Haldeneingang an der Von-Waldthausen-Straße fiel auch 2019 der Startschuss für den Sponsorenlauf der Erst- und Zweitklässler. Schulleiterin Bettina Reinicke lief mit. © Michael Dittrich (Archiv)

Es wird voll auf und rund um die Halde im Herzen von Oer-Erkenschwick. Wer in diesen Tagen (23./24.9.) vormittags einen Spaziergang durch das Naturparadies unternehmen möchte, sollte darauf gefasst sein, dass flotte Jungen und Mädchen den Weg kreuzen – und sie haben eine Mission. Die Ewaldschule führt nach einer coronabedingten Zwangspause im vergangenen Jahr wieder ihren traditionellen Sponsorenlauf – unter Beachtung der Coronaregeln – in abgewandelter Form durch. Mehr als 300 Ewaldschüler gingen 2019 zuletzt an den Start. Da wird es natürlich voll auf der Halde. Und so teilt die Grundschule die Schülerschaft kurzerhand auf.

Für die Jahrgänge 1 und 2 findet der Sponsorenlauf am Donnerstag, 23. September, und für die Jahrgänge 3 und 4 am Freitag, 24. September, statt. Start ist am Halden-Zugang an der Von-Waldthausen-Straße.

Solidarische Hilfe für Kinder

„Wieder wollen wir durch unseren Sponsorenlauf ein Zeichen der solidarischen

Hilfe für benachteiligte Kinder setzen. So soll der Erlös in diesem Schuljahr zu

Zweidritteln den Kindern unserer Partnerschule, die Frei-Alberto-Schule, in São Luis (Nordostbrasilien) und zu einem Drittel dem Zirkusprojekt „Serua“ für Straßenkinder in Rio zugutekommen“, erklärt Schulleiterin Bettina Reinicke.

Die Frei-Alberto-Schule: Einer möglichst großen Schülerzahl aus ärmsten

Verhältnissen soll der Zugang zur Schule ermöglicht werden. Was vor über 30 Jahren als kleine Initiative Jugendlicher begann, weitete sich immer mehr aus: Inzwischen werden an verschiedenen Unterrichtsorten, die auf die Armenviertel (Favelas) der Stadt verteilt sind, über 1000 Schüler/innen unterrichtet.

Ein Zirkuszelt mitten in der Favela in Rio: Das ist das Herzstück des Projektes „Serua“ (MISEREOR). Die Kinder lernen hier Teamgeist, Respekt und Kreativität. Der Zirkus ist für sie ein Zufluchtsort in ihrem harten Alltag und eine echte Alternative zum Leben auf der Straße.

Wie immer haben die Kinder eine Sponsorenkarte in der Schule erhalten. Die Sponsoren erklären sich dazu bereit, das Kind für jeden erlaufenen Stempel mit einem selbst gewählten Spendenbetrag zu sponsern. Und die Sponsoren zeigen sich für den guten Zweck stets großzügig: 4350 Euro sind dabei zuletzt zusammengekommen – auch das Geld wurde natürlich an Hilfsorganisatoren gespendet.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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