Insektenschutz und alte Hobbys

Kokos-Milchling und Hummelschwärmer gesucht – die Entdeckung der Natur

Nicht erst mit der Coronakrise haben viele Menschen die Begeisterung für die Natur (wieder-)gefunden. Nicht nur der Insektenschutz ist ein großes Thema. Die Menschen entdecken auch alte Hobbys neu, wie das Sammeln von Pilzen.
Der Hut von Maronen sollte fest sein, wenn diese Pilzsorte gesammelt wird. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Für wen „Natternstieliger Schneckling“ oder „Kokos-Milchling“ Fremdwörter sind, der muss sich nicht grämen, denn sämtliche ca. 6000 bis 8000 bei uns vorkommende Großpilzarten zu erkennen, überfordert selbst die besten Spezialisten.

Aufgrund der hohen Nachfrage bietet die Volkshochschule einen Zusatzkurs „Ab in die Pilze!“ – Wanderung in die Welt der Pilze in der Haard“ an. Treffpunkt ist am Sonntag, 24. Oktober, von 13.30 bis 15.45 Uhr der Forsthof Haard, Recklinghäuser Straße 291, in Haltern am See. Die Kosten betragen 13 Euro.

Neben zahlreichen Anekdoten aus dem Reich der Pilze soll die Pilzwanderung vor allem einen Überblick über die Artenvielfalt geben, die ebenso interessante Biologie wie Ökologie der Pilze beleuchten, nicht zuletzt aber auch Tipps für die kulinarische Verwendung geben und auf die möglichen Gefahren beim Pilzesammeln hinweisen.

Geleitet wird die Exkursion von Bernhard Demel, Dipl.-Umweltwissenschaftler und anerkannter Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Wer Pilze sammeln möchte, bringt bitte ein Tragekörbchen mit, keinesfalls jedoch Plastiktüten.

Das Aussterben von Insekten verhindern

Insekten verschwinden leise, bereits seit Jahrzehnten. Bei den Bienen, die wir so nötig für die Bestäubung vieler Nutzpflanzen brauchen, ist dies zuletzt sehr deutlich geworden. Aber wer vermisst schon die Hain-Schwebfliege, den Gefleckten Schmalbock, die Silbermundwespe oder den Hummelschwärmer? Die wenigsten, denn kaum einer kennt oder erkennt diese Sechsbeiner. „Man muss auch nicht mit jedem Insekt vertraut sein, aber man sollte im eigenen Interesse dabei helfen, das Aussterben von Insekten zu verhindern. Denn wir brauchen die große Fülle der unzähligen Insektenarten und nicht nur Wildbiene und Marienkäfer“, heißt es in einer Kurs-Ankündigung.

Was sind die Gründe für diesen inzwischen dramatischen Insektenrückgang und wie kann diese Entwicklung umgekehrt werden? Wozu wird ein Insektenmangel führen und wie kann jeder zum Insektenschützer werden. Diese Fragen sollen beim Vortragsabend „Sag mir, wo die Bienen sind – Wie Insektensterben, Klimawandel und Pandemien zusammenhängen“ am Donnerstag, 7. Oktober, von 18.30 bis 20.45 Uhr, in der Volkshochschule diskutiert werden. Der Vortrag von Anita-Maria Stolla-Rau, Klimaschutzmanagerin der Stadt Oer-Erkenschwick, ist gebührenfrei.

Zu beiden Veranstaltungen sind vorherige Anmeldungen verpflichtend:

0236898 71- 11 bis 14, per E-Mail: vhs@vhs-oe.de

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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