Landgericht Bochum

Messer und Heroin: Mutmaßlicher Dealer vor Gericht

Ein Mann aus Oer-Erkenschwick wird von der Polizei kontrolliert. Die Beamten finden Waffen und Heroin. Jetzt steht der 52-Jährige vor Gericht.
Prozessauftakt am Bochumer Landgericht: Der Angeklagte neben seinem Verteidiger Jens Tuschhoff. © Jörn Hartwich

Vor Gericht kennt sich der Mann aus Oer-Erkenschwick besten aus. Doch diesmal könnte es für den 52-Jährigen richtig ernst werden. Es geht um Waffen und Heroin. Am Freitag war Prozessauftakt.

Es war der 14. April, als der großgewachsene und ziemlich hagere Mann auf der Richard-Wagner-Straße in Oer-Erkenschwick von zwei Polizeibeamten kontrolliert wurde. Sie hatten offenbar schon vermutet, dass er in Drogengeschäfte verwickelt sein könnte.

Der 52-Jährige hatte laut Anklage zwar noch versucht, das mitgeführte Heroin loszuwerden und drei Bubbles weggeworfen, doch es war zu spät. In seiner Kleidung sollen weitere Drogen gefunden worden sein, genauso wie später in seiner Wohnung.

Insgesamt 24 Mal ist der Oer-Erkenschwicker schon vorbestraft, doch diesmal geht es für den selber abhängigen Angeklagten um viele Jahre Haft. In seiner Wohnung wurden nämlich auch noch zwei Messer gefunden. Die Anklage lautet auf bewaffneten Drogenhandel. Mindeststrafe: fünf Jahre Haft.

Zum Prozessauftakt vor der 1. Strafkammer des Bochumer Landgerichts hat sich der Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das soll erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Dass dabei mit einem weitreichenden Geständnis zu rechnen ist, hat Verteidiger Jens Tuschhoff am Rande des Prozesses allerdings schon signalisiert.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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