Am Ziegeleitor

Nach dem Küchen-Debakel – gute Nachrichten vom Bergbaumuseum

Gute Nachrichten für das Bergbaumuseum: Nachdem die Küche mit einem lauten Knall zusammen gebrochen war, können die Ex-Kumpel nun eine neue anschaffen. Auch wegen einer Spende der Volksbank.
Barbara Bohner, Niederlassungsleiterin der Volksbank Oer-Erkenschwick, überreichte Markus Pliska (l.) und Volker Seemann vom Bergbaumuseum eine Spende in Höhe von 1000 Euro. © Martin Pyplatz

Mit einem lauten Krachen hatte sich vor gut zwei Wochen die alte Küche im Bergbaumuseum endgültig verabschiedet. Mit einem lauten Knall brachen die Schränke einfach zusammen. Schaden: rund 2.000 Euro. Da war guter Rat teuer, denn: „Die Vereinskasse ist nach der langen Coronapause, während der wir als gemeinnütziger Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude einnehmen konnten, ziemlich leer. Jetzt haben wir noch nicht einmal eine funktionierende Kaffeemaschine“, klagte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, damals.

Doch Hilfe war nicht weit, so spendete jetzt auch die Volksbank-Niederlassung in Oer-Erkenschwick. 1000 Euro konnte Niederlassungsleiterin Barbara Bohner jetzt an Markus Pliska und seinen Stellvertreter, Volker Seemann, überreichen. „Wir freuen uns, helfen zu können“, sagte Barbara Bohner.

Ursache für Küchen-Absturz unklar

Jetzt stimmt es wieder in der Kasse. Nachdem auch die Sparkasse Vest bereits gespendet hatte, können die Ex-Kumpel nun eine neue Küche anschaffen. „Das freut uns natürlich sehr“, meinen Pliska und Seemann.

Die Ursache für den Küchen-Zusammenbruch haben die größtenteils ehemaligen Bergleute um Markus Pliska nicht exakt ermitteln können. „Wahrscheinlich war es ein Ermüdungsbruch in der Aufhängung, der dann zu einer Kettenreaktion geführt hat“, vermutet Markus Pliska, dessen Großmutter dem Verein vor 20 Jahren ihre heute 45 Jahre alte Küchenzeile gespendet hatte.

Weil die Vereinskasse nach der langen Coronapause, während der der Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren einnehmen konnten, ziemlich leer ist, startete der Verein einen Spendenaufruf. Denn neben den Hängeschränken sind bei dem Sturz auch alle Teller und Tassen zu Bruch gegangen – auch die Kaffeemaschine. „Etliche Oer-Erkenschwicker haben uns Geschirr gespendet. Wir haben jetzt wieder eine Kaffeemaschine“, meinte Pliska.

Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen

Den für den 28. August geplanten „Tag des Bergmanns“ hatte der Bergbau- und Geschichtsverein wegen der Pandemie frühzeitig abgesagt. „Die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Bergbau- und Geschichtsvereins am 21. November findet auf jeden Fall statt. Allerdings wegen Corona in abgespeckter Form mit maximal 50 Teilnehmern. Eingeladen werden vor allem verdiente Helfer und Sponsoren“, kündigt Pliska an.

Das Museums-Team hat inzwischen Verstärkung bekommen. Pliska: „Wir konnten junge Leute vom Bergmannsverein für die Mitarbeit gewinnen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Wir suchen auch Helfer für einzelne Führungen im Museum. Möglicherweise auch etwas für Leute, die nicht regelmäßig Zeit haben, im Team mitzuarbeiten.“

DANN IST DAS BERGBAUMUSEUM GEÖFFNET

  • Das Bergbaumuseum, Am Ziegeleitor, ist seit Juni wieder geöffnet. Inzwischen waren auch schon wieder zwei Kindergartengruppen zu Besuch. Auch Termine für Hochzeiten „Untertage“ und Feiern in der „Revierbude“ wurden schon gebucht.
  • Regelmäßige Öffnungszeiten des Museums sind mittwochs und samstags jeweils von 10 bis 13 Uhr. Zusatztermine für Gruppenbesichtigungen können über ein Kontaktformular vereinbart werden.
  • Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5 €, Jugendliche (bis 17 Jahre) 3 €, Schulklassen 1 € pro Person, Kindergartengruppen haben freien Eintritt.
  • Kontakt: Tel. 0173/6080500, im Netz: www.museum-oe.de

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