Erinnerung an Stadtgeschichte

Post-Kreisel in Oer-Erkenschwick – das ist die Idee des Heimatvereins

Der Berliner Bär ist zurück auf dem Berliner Platz und steht im City-Kreisel. Für den Ewald-Kreisverkehr ist ein Stahl-Bergmann vorgehen. Jetzt gibt es auch eine Idee für den „Post-Kreisel“.
Der Heimatverein schlägt vor, den "Post-Kreisel" im Innenteil mit einem landwirtschaftlichen Motiv zu verschönern. © Jörg Gutzeit

Orte in Oer-Erkenschwick aufzuwerten und zu gestalten, auch das ist ein Anliegen des Vereins für Orts- und Heimatkunde. „Deshalb loben wir ausdrücklich das Engagement von Andre Oberlin und seinen Mitstreitern, die sich für die Umsetzung des Berlin-Denkmals von der Kleingartenanlage zum Kreisverkehr auf dem Berliner Platz stark gemacht haben. Und auch den Vorschlag des SPD-Vize-Bürgermeisters Hannes Kemper, wonach der stählerne Bergmann aus dem Rathaus in den Ewald-Kreisverkehr ‚verpflanzt‘ werden soll, finden wir gut. Jetzt haben wir aber auch eine Idee für den dritten Kreisverkehr in der City im Bereich der Ludwigstraße/An der Aue“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Jürgen Meinders.

Landwirtschaftliches Motiv für den Post-Kreisel

Er kann sich nämlich in der vom Unternehmen „Reifen Schneider“ gepflegten Innenscheibe des „Post-Kreisels“ ein landwirtschaftliches Motiv vorstellen. Damit spielt der Verein für Orts- und Heimatkunde auf die Tatsache an, dass die Vergangenheit von Oer-Erkenschwick vor dem 1899 beginnenden Abteufen des ersten Steinkohleschachtes von der Landwirtschaft geprägt war. „Und die letzten Bauernhäuser im Ortsteil Erkenschwick stehen in unmittelbarer Nachbarschaft von dem genannten Kreisverkehr“, erläutert Jürgen Meinders.

Stählerner Bergmann kommt aus England

Der stählerne Bergmann, den die SPD und zuvor auch schon der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak für den Ewald-Kreisel vorgeschlagen hat, wurde von dem renommierten Künstler John O´Rourke aus der englischen Partnerstadt entworfen und zunächst aus Holz gebaut. Es handelte sich um ein Projekt, im Zuge dessen Kunst aus den Partnerstädten in Oer-Erkenschwick ausgestellt wird. „Damals hatte der Deutsch-Englische Freundeskreis seine Kontakte nach North Tyneside spielen lassen“, sagt Peter Raudszus, der bei der Stadtverwaltung die Partner-Kontakte betreut. Der Bergmann wurde schließlich in der Ausbildungsabteilung der Ex-Bergwerks Auguste Victoria aus Stahl gefertigt. und steht seit Jahren im Foyer des Rathaus-Sitzungssaals.

Berlin-Denkmal ist ein Geschenk von Willy Brandt

Das Berlin-Denkmal ist ein Geschenk des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt. Am 1. Juli 1964 wurde mit der feierlichen Enthüllung des Berlin-Symbols der Berliner Platz offiziell eingeweiht. 25 Jahre später wurde die City umgebaut. Es entstand unter anderem der heutige Kreisverkehr. Das Berlin-Denkmal wurde demontiert, beim Bauhof zwischengelagert und schließlich auf der „Wiese der Freundschaft“ in der Kleingartenanlage aufgestellt. Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus wurde das Denkmal wieder umgesetzt.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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