Infektionszahlen steigen

Reiserückkehrer und Jugendliche aus Oer-Erkenschwick infizieren sich

Fünf Neuinfektionen am Wochenende, sieben innerhalb der vergangenen Woche und eine auf 22,3 angestiegene Inzidenz. Auch in Oer-Erkenschwick steigen die Coronazahlen an. Was ist der Grund?
Wieviele Antikörper braucht man, um gut geschützt zu sein? Es gibt bisher keinen definierten Schwellenwert, der aussagen könnte, ob jemand immun oder vor einem schweren Verlauf geschützt ist. Foto: Fabian Sommer/dpa © Fabian Sommer/dpa

Die Zahl der Neuinfektionen steigt auch in Oer-Erkenschwick. Fünf zusätzliche Infizierte hat das Gesundheitsamt am Montag gemeldet. Gleich sieben waren es in den vergangenen sieben Tagen. Deshalb liegt die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen der zurückliegenden Woche hochgerechnet auf 100.000 Einwohner nun bei 22,3. Am Freitag betrug der Wert noch 6,4. „Aber auch mit 22,3 steht Oer-Erkenschwick im Vergleich zu den meisten Städten des Kreises noch recht gut da“, sagt Svenja Küchmeister, Sprecherin der Kreisverwaltung.

Nur drei Städte haben niedrigere Inzidenzwerte als Oer-Erkenschwick

Nur Waltrop (6,8), Marl (8,3) und Recklinghausen (18,0) haben Stand Montag niedrigere Inzidenzen als Oer-Erkenschwick. Den Spitzenwert stellt aktuell Gladbeck mit 72,7, die Inzidenz im Kreis liegt bei 33,7. Das sind aber alles nur Momentaufnahmen, die am Tag danach schon wieder komplett überholt sein können. Doch: Wer infiziert sich eigentlich? Lässt sich eine spezielle Personengruppe ausmachen?

Viele Reiserückkehrer unter den Infizierten

„Es ist zum einen ein vergleichsweise großer Prozentsatz bei Reiserückkehrern, bei denen eine Coronainfektion festgestellt wird. Davon kommen wiederum die meisten aus der Türkei, Spanien und aus Griechenland zurück“, berichtet Svenja Küchmeister. Ebenfalls auffällig sind innerfamiliäre Infektionen, bei denen eine infizierte Person alle anderen Mitglieder des Haushaltes ansteckt. Einen großen Anteil der Neuinfektionen machen die Zehn- bis 19-Jährigen aus, gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen und den 20- bis 29-Jährigen. „Bei den zumeist ungeimpften Kindern und Jugendlichen ist es offenbar so, dass die derzeit in den Ferien ihre Freunde treffen und diese Zusammenkünfte wegen des Wetters zumeist innerhalb von Gebäuden stattfinden. Da wird das Virus leichter weitergegeben“, berichtet Svenja Küchmeister.

Keine weiteren Impfdurchbrüche in Oer-Erkenschwick

Die Sprecherin des Kreises erinnert daran, dass seit Ende Juli auch Kinder ab zwölf Jahren geimpft werden können. Das ist unter anderem im Recklinghäuser Impfzentrum am Konrad-Adenauer-Platz in der Kreisstadt möglich. Das Impfzentrum ist derzeit noch montags bis samstags geöffnet. Nächste Woche ist es dann Montag und Dienstag geschlossen und ab Mittwoch, 18. August, jeweils mittwochs bis einschließlich sonntags geöffnet. Der Impf-Check-In läuft jeweils von 8 bis 19 Uhr. Weitere Impfdurchbrüche hat es in Oer-Erkenschwick bislang nicht gegeben. Darunter versteht man eine erneute Covid-19-Erkrankung mit Symptomen eines Menschen, der zuvor schon vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden ist. In Oer-Erkenschwick hat das Gesundheitsamt zwei Fälle registriert.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.