Bundestagswahl am 26. September

Stimmabgabe per Brief erfreut sich wachsender Beliebtheit

Die Bürgerinnen und Bürger drängt es schon jetzt an die Wahlurne. Zwar erfolgt die Bundestagswahl erst am Sonntag, 26. September. Doch immer mehr Wahlberechtigte nutzen die Briefwahl.
Vor der Bundestagswahl boomt die Briefwahl. Auch im Briefwahlbüro im Oer-Erkenschwicker Rathaus. © Meike Holz

Dass sich bei der Bundestagswahl 2021 auch in Oer-Erkenschwick eine rekordverdächtige Briefwahlquote abzeichnet, war bereits Anfang September erkennbar. 5316 Wahlberechtigte (24,7 Prozent, Stand 3.9.) hatten sich – wie berichtet – schon an der Briefwahl beteiligt.

„Eine solch große Beteiligung hatten wir seit Jahrzehnten nicht“, bekundete Michael Kohl von der Stadtverwaltung Oer-Erkenschwick damals. Michael Kohl, Anika Windeck und Raoul Büchsenschütz sind unter der Regie von Peter Raudszus mit der technischen Durchführung der Bundestagswahl 2021 im Oer-Erkenschwicker Rathaus betraut.

Mittlerweile hat sich die Zahl der Anträge auf Briefwahlunterlagen bei der Oer-Erkenschwicker Stadtverwaltung noch weiter erhöht. Wie Anika Windeck am Dienstag (14.9.) auf Anfrage mitteilte, liegt sie nun bei 7057. „Wir haben definitiv mehr Briefwählerinnen und Briefwähler“, konstatiert Anika Windeck.

Die Stadtverwaltung hat auf diesen Trend reagiert. Die Zahl der Briefwahlvorstände wurde von fünf auf zehn erhöht.

Corona-Pandemie treibt die Briefwahlzahl nach oben

Es gibt aus Sicht von Anika Windeck einen Hauptgrund für die hohe Quote an Briefwählerinnen und Briefwählern: „Das ist definitiv Corona.“ Und noch einen weiteren Aspekt führt Anika Windeck an. „Viele fahren jetzt auch noch in den Urlaub“, erläutert sie. Vorab wird dann natürlich noch der Wahlzettel ausgefüllt und per Brief ans Wahlbüro geschickt.

Die Wahlbenachrichtigungen hat die Stadtverwaltung bereits im August verschickt. Seit dem 30. August hat das Briefwahllokal im Rathaus geöffnet. Auf die ersten Anträge auf Briefwahl mussten die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht lange warten.

Wer schon jetzt wählen möchte, kann das auch persönlich im Briefwahlbüro der Stadt Oer-Erkenschwick erledigen. Zwei Kreuzchen sind auf dem Stimmzettel zu machen. Da gibt es zunächst die Erststimme. Mit ihr können Wählerinnen und Wähler für die Direktkandidatin bzw. den Direktkandidaten für den Bundestag votieren. In Oer-Erkenschwick bewerben sich Lars Ehm (CDU), Brian Nickholz (SPD), Robert Heinze (FDP), Bernard Keber (AfD), Robin Conrad (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrike Eifler (Die Linke), Angelina Klementz (Die PARTEI), Sabine Leopold (MLPD) und Detlef Beyer-Peters (DKP).

Zwei Kreuze sind auf dem Stimmzettel zu machen

Dann ist auf dem Stimmzettel noch ein zweites Kreuz zu machen. Mit der Zweitstimme wird dann die Reserveliste einer Partei gewählt. 27 Parteien werben bei der Bundestagswahl 2021 um die Wählergunst.

Das Briefwahlbüro im Sitzungssaal des Rathauses in Oer-Erkenschwick ist zu diesen Zeiten geöffnet: montags bis mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, donnerstags bis 17 Uhr und jeden Freitag von 8.30 bis 13 Uhr. Dann gibt es noch zwei Sonderöffnungstermine: und zwar am Samstag, 18. September, von 8.30 bis 13 Uhr, am Freitag, 24. September, von 8.30 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr.

Wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger, die per Briefwahl wählen möchten, brauchen einen Wahlschein. Der kann bei der Stadtverwaltung Oer-Erkenschwick folgendermaßen beantragen werden. Per Internet funktioniert das über diesen Link. Schriftlich geht dies auch – das schließt Fax oder E-Mail mit ein. Die Briefwahlunterlagen werden dann per Post zugestellt.

Und: Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein Vordruck, der ausgefüllt per Post zurückgesendet werden kann.

Das Wahlamt der Stadt Oer-Erkenschwick befindet sich im Rathaus, Rathausplatz 1. Per Telefon ist das Wahlamt unter 02368/6910 zu erreichen. Die E-Mail-Adresse lautet: wahlamt@oer-erkenschwick.de

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