Haardschule - mit Video

Trommeln erklingen in Oer – Kinder reisen musikalisch nach Afrika

Mit dem „Trommelzauber“ reisen die Jungen und Mädchen der Haardschule in Oer-Erkenschwick nach Afrika. Ein Projekttag macht das möglich.
Die Jungen und Mädchen der Haardschule in Oer-Erkenschwick bekamen Besuch von Leo Omorodion vom „Trommelzauber“, der die Kinder im Rahmen eines Aktionstages spielerisch an die rhythmische Musik heranbrachte. © Meike Holz

Die Savanne liegt auf dem Schulhof der Haardschule. Der Trommelzauber bringt ein Stückchen Afrika nach Oer, und die Kinder sind begeistert bei der Sache. Kaum stellt Leo Omorodion vom Trommelzauber-Team die afrikanische Musik an, sind die Dritt- und Viertklässler plötzlich ganz still und lauschen den Klängen.

Dann geht es los: „Tap…, Tip…, Tap, Tap, Tip“ hallt es durch Oer. Die Jungen und Mädchen üben den ersten Rhythmus auf der Trommel. „Das gemeinsame Trommeln stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Die Kinder entdecken sich ganz neu“, weiß Leo Omorodion. Seit sechs Jahren gehört er dem Trommelzauber-Team an, „es gibt einfach keine schönere Arbeit, als die mit Kindern.“ Wie passend, dass in seiner Heimat Nigeria sein Familienname bedeutet: Kinder kommen an erster Stelle.

Projektwoche musste ausfallen

An der Haardschule ist man froh, dass alle Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse so kurz vor den Sommerferien noch einen Projekttag mit dem Trommelzauber erleben dürfen. Eine Projektwoche hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen, musste aber wegen der Coronakrise ausfallen.

Mit Leo Omorodion besteigen die Oerer Jungen und Mädchen ein Zauberflugzeug und fliegen gemeinsam ins Trommelzauber-Dorf „Tamborena“ nach Afrika. Musik, Rhythmus und Bewegung vermittelt der Aktionstag „Trommelzauber“. Mit einfachen Sätzen bringt der Trainer den Kindern die ersten Rhythmen bei, und vermittelt dabei gleich eine wichtige Botschaft: „Ich bin klasse! Du bist klasse! Wir sind klasse!“ „Leider bemerke ich bei meiner Arbeit, dass die Koordinationsfähigkeit bei vielen Kindern abnimmt“, erzählt Omorodion.

Arbeit gegen Rassismus

Trommeln und gleichzeitig sprechen, das fällt einigen Kindern schon schwer. Dabei ist das Trommeln ein wichtiges Instrument, um die eigene Musikalität zu entdecken. Omorodion baut auch Bewegungsabläufe in die Übungen ein, als Giraffen oder Gazellen streifen die Kinder durch die Savanne. Spielerisch lernen die Jungen und Mädchen so auch eine andere Kultur kennen. „Es ist auch Arbeit gegen Rassismus. Die Kinder lernen mit mir einen Afrikaner kennen, und behalten das in guter Erinnerung. Aber vor allem ist wichtig, dass die Kinder Spaß an der Aktion haben“, sagt Leo Omorodion. Und das hatten die Kinder auch. Assya (7) und Eslem (6) sind sich einig: „Es war sehr schön! Das Trommeln macht Spaß!“

5.000 Trommeln im Gepäck
  • Seit mehr als 20 Jahren begeistern die Rhythmen, Lieder und Gesänge von Trommelzauber Millionen von Kindern in Grundschulen und Kindergärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Durch das Trommeln, Singen und Tanzen erleben sie Gemeinschaft, Kreativität und Lebensfreude.
  • Trommelzauber geht mit den Kindern auf eine Trommelreise. Auf ihrem Weg überwinden sie soziale und kulturelle Grenzen, sie entdecken ihre eigenen Talente neu und stärken ihr Selbstwertgefühl. Durch das Trommeln wird Schule zu einem ganz neuen Lern- und Lebensraum. Trommeln macht Kinder stark.
  • Zum Team gehören neun Trommelzauberer aus fünf Ländern mit mehr als 5.000 Trommeln im Gepäck.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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