Prozess in Dortmund

Urteil gegen Schüler aus Oer-Erkenschwick verzögert sich

Der nicht-öffentliche Prozess gegen einen 15-jährigen Schüler aus Oer-Erkenschwick kommt in Dortmund nur langsam voran. Jetzt steht fest: Ein Urteil wird frühestens nach den Ferien fallen.
Der Prozess gegen einen 15-Jährigen aus Oer-Erkenschwick wird sich auf jeden Fall noch bis in den August hinziehen. © picture alliance / dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, einen Bekannten mit einer Kurznachricht angestachelt zu haben, ein Blutbad in einer Moschee oder einer Synagoge zu begehen. Der Schüler will seine Tat jedoch keineswegs als tatsächlichen Aufruf zum Mord gewertet wissen. Er soll sich im Prozess zu dem Vorwurf so geäußert haben, dass er niemals damit gerechnet habe, dass sein Bekannter wirklich aktiv werden könnte. Allerdings soll sich der Schüler auch selbst größere Mengen Sprengstoff verschafft haben.

Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Verhandlung findet wegen des jugendlichen Alters des Oer-Erkenschwickers vollständig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch die Plädoyers und die Verkündung des Urteils werden nur die Verfahrensbeteiligten und die Angehörigen des Angeklagten direkt im Gerichtssaal verfolgen können.

Inzwischen soll der 15-Jährige seine Angaben vor Gericht vollständig abgegeben haben. Auch die Staatsanwaltschaft – so heißt es – hat erst einmal keine weiteren Fragen mehr. Aus diesem Grund sind auch bereits erste Zeugen gehört worden.

Klar ist trotzdem schon jetzt, dass die Richter mit dem ursprünglichen Zeitplan nicht hinkommen werden. Deshalb sollen bereits zusätzliche Verhandlungstage festgelegt worden sein – auf jeden Fall jetzt schon bis in den August hinein.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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