Schulen machen mit

350 Recklinghäuser Kinder lassen sich impfen

Stadt, Kreis und die weiterführenden Schulen haben eine Impfaktion gegen das Coronavirus gestartet. Den ersten Piks gab‘s am Mittwoch nur mit einer Einverständniserklärung der Eltern.
Die 15-jährige Clara wird im Impfzentrum gegen das Coronavirus geimpft. © picture alliance/dpa

Exakte Zahlen auf Stadt-Ebene gibt es zwar nicht, aber Fachleute schätzen, dass inzwischen rund 75 Prozent aller Recklinghäuser gegen das Coronavirus geimpft sind – zumindest einmal. Doch diese Zahl steigt, nach einem wahren Boom vor den Sommerferien, nur noch langsam. Um die Impfquote noch höher zu bringen, haben die Behörden jetzt die Schüler verstärkt ins Visier genommen: Das Gesundheitsamt, die weiterführenden Schulen der Stadt, die mobilen Impfteams im Auftrag des Kreises und die Schulbehörde der Stadt haben eine groß angelegte Impfaktion für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren organisiert. Geimpft wird der für die Altersgruppe empfohlene Impfstoff Biontech.

Solidarität mit Verwandten, Bekannten und Kindern zeigen

Am Mittwoch (8. September) startete die Aktion. Knapp 350 Schüler hatten sich nach Angaben der Stadtverwaltung zuvor bei ihren Lehrern freiwillig für das Impfangebot angemeldet. Der Termin für ihre Zweitimpfung steht den Angaben zufolge schon fest. Bürgermeister Christoph Tesche sagte zum Start der Aktion, dass die Schülerinnen und Schüler so zeigten, „was Solidarität für unsere Mitmenschen bedeutet. Die Impfung ist unser Weg raus aus der Pandemie und zurück zur Normalität. Aus diesem Grund möchte ich auch noch einmal eindringlich an alle Erwachsenen appellieren: Lassen Sie sich – wenn möglich – impfen. Für sich selbst, für Familie und Bekannte und für unsere Kinder.“

Für die Otto-Burrmeister-Realschule, die Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, das Gymnasium Petrinum, das Hittorf- und das Marie-Curie-Gymnasium gab es einen Shuttleservice zum Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Für die weiterführenden Schulen in Süd und Suderwich startete die Impfaktion vor Ort mit drei Ärzten und Ärztinnen im Theodor-Heuss-Gymnasium.

Das Angebot von Stadt, Kreis und Schulen war und ist komplett freiwillig. Die Kinder und Jugendlichen benötigen vor der Impfung in jedem Fall eine Einverständniserklärung eines Sorgeberechtigten, durften jedoch ohne Begleitung der Eltern zum Impftermin erscheinen.

Recklinghausens Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders war es wichtig zu betonen, dass eine Corona-Schutzimpfung „selbstverständlich keine Voraussetzung für den Schulbesuch“ sei. Man wolle es so nur vielen Menschen möglichst leicht machen, eine Impfung zu bekommen.

Im Impfzentrum am Adenauer-Platz ist es weiterhin für alle, die älter als elf Jahre sind, möglich, sich auch ohne Termin mittwochs bis sonntags zwischen 8 und 18.30 Uhr impfen zu lassen. Weitergehende Fragen zur Impfung für Kinder ab zwölf Jahren beantworten alle niedergelassenen Kinderärzte.

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