Zwischenbilanz

55.000 Euro: Panzerblitzer erwischt 2600 Bleifüße

Seit drei Monaten ist der Panzerblitzer in Recklinghausen nun im Einsatz. Mehr als 2600 Temposünder sind bislang ertappt worden. Der Negativrekord liegt bei 110 km/h statt erlaubter 50 km/h.
Am Mittwoch (14. Juli) hat die Stadt Recklinghausen Rasern mit dem „Panzerblitzer“ den Krieg erklärt. Zunächst wird er im Krisengebiet Königswall eingesetzt. © Christian Pozorski

Seine Premiere hatte Panzerblitzer „Ekki“ am 14. Juli am Königswall. Seit nunmehr drei Monaten ist der mobile Radarwagen im Einsatz gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Bislang sind ihm mehr als 2600 Temposünder ins Netz gegangen. Die mussten in Summe 55.000 Euro berappen.

An der Esseler Straße blitzte es 792-mal

Zahlen liefert die Stadt nur bis zum 25. September. Bis zu diesem Datum waren an zwölf Straßen insgesamt 2598 Verstöße gegen das jeweilige Tempolimit erfasst worden. Ganz besonders häufig sind Autofahrerinnen und Autofahrer an der Esseler Straße zu schnell unterwegs gewesen: 792 „Fotos“ machte der Panzerblitzer dort. An keiner anderen Straße sind auch nur annähernd so viele Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentiert worden.

Die weiteren Zahlen im Einzelnen: Königswall (217), Ludwig-Erhard-Allee (250), Friedrich-Ebert-Straße (333), Hochstraße (140), Bochumer Straße (291), Nordseestraße (50), Grullbadstraße (163), Ehlingstraße (43), Sachsenstraße (26), Merveldtstraße (247), Castroper Straße (46).

Aktuell steht „Ekki“ an der Niederstraße, sagt Stadtsprecher Hermann Böckmann auf Anfrage. Trauriger Spitzenreiter bleibt der Fahrer, der wie berichtet an der Ludwig-Erhard-Allee 110 Sachen draufhatte. Erlaubt ist dort Tempo 50. „Für eine fundierte Bilanz ist es aktuell noch zu früh“, so Böckmann. Auch ob die Stadt plane, einen eigenen Panzerblitzer anzuschaffen, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.

55.000 Euro habe das Gerät inzwischen „eingespielt“. Böckmann: „Die Anmietung des Panzerblitzers kostet monatlich 9000 Euro. Rechnet man diesen Betrag und die Kosten für die Bearbeitung der Fälle, das Umsetzen und die technische Betreuung des Gerätes gegen, relativiert sich diese Summe deutlich.“

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