Hunderte Recklinghäuser betroffen

Corona-Quarantäne kann im Oktober ins Geld gehen

Ab dem 11. Oktober, also in gut zwei Wochen, werden auch viele Recklinghäuser im Fall einer Quarantäne-Anordnung, die die Stadt ihnen zustellt, keine Lohnfortzahlung mehr erhalten.
Wer auf diese Spritze verzichtet, könnte die Folgen bald auch im Geldbeutel zu spüren bekommen. © dpa

Wer sich nicht gegen Corona impfen lassen möchte, hat im Fall einer Quarantäne-Anordnung keinen Anspruch mehr auf eine Ausfallentschädigung seines Verdienstes. Das gilt spätestens ab November in ganz Deutschland, aber schon ab dem 11. Oktober in NRW. „Wer sich die Freiheit herausnimmt, sich nicht impfen zu lassen, obwohl medizinisch nichts dagegenspricht, steht für die Folgen seiner Entscheidung selbst ein – nicht der Arbeitgeber, nicht die Solidargemeinschaft“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu.

In Recklinghausen gibt es mutmaßlich Hunderte ungeimpfte Bürger, die davon betroffen sein werden.

Bis zu 350 Quarantäne-Verfügungen pro Woche

Je nach Intensität des Infektionsgeschehens stellt die Stadt Recklinghausen zurzeit rund 150 bis 350 Quarantäne-Verfügungen wöchentlich aus. Davon betroffen: Menschen aller Altersgruppen. Ein Großteil der Verfügungen trifft zwar Minderjährige und an Covid-19 Erkrankte. Letztere erhalten weiter die Lohnfortzahlung, wenn ein Arzt ihnen bescheinigt, dass sie nicht arbeitsfähig sind. Auch Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, sind von der aktuellen Neuregelung ausgenommen. Da aber nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes etwa jeder zweite positiv auf das Virus Getestete momentan aus der Altersgruppe 20 bis 60 Jahre kommt, ist von einer hohen Zahl von Betroffenen auszugehen. Allein am Mittwoch und Donnerstag (22./23.September) meldete das Gesundheitsamt 63 neue Coronafälle in der Stadt.

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