Treffpunkt Hillerheide

Feierabendmarkt auf dem Gertrudisplatz erwacht zu neuem Leben

Das Warten hat endlich ein Ende: Im August soll der beliebte Feierabendmarkt auf dem Gertrudisplatz wieder starten – nicht so der gesellige Abendmarkt in der Altstadt.
Beliebter Treffpunkt: Der Feierabendmarkt auf der Hillerheide soll wieder öffnen © Jörg Gutzeit

Die sinkenden Corona-Zahlen lassen hoffen. Nachdem die Hillerheider Quartiersmanager Björn Schmidt-Freistühler und Monika Wagner-van der Straten den Start ihres Marktes auf Oktober verschieben mussten, sind sie jetzt optimistisch. „Mit einem passenden Hygienekonzept bekommen wir das hin“, sagt Schmidt-Freistühler. Er hofft auf grünes Licht vonseiten der Stadtverwaltung. „Wir sind im Gespräch.“

Nach der Arbeit einkaufen, sich mit Freunden treffen. Immer wieder donnerstags, und zwar am ersten und dritten des Monats ab 16 Uhr. Fisch und Fleisch, Käse und Kaffee, Blumen, Obst und das lang vermisste Gemüse gehörten zum Angebot. 16 Händler waren beim letzten Mal dabei. Und sie alle haben dem Organisations-Team Treue geschworen. Soll heißen: Anruf genügt. Aber zunächst einmal gilt es, das Hygienekonzept mit Abstands- und Maskenregelung abzustimmen.

Keine Chance für den Abendmarkt in der Altstadt

Keine Chance rechnen sich dagegen Jill Schneider und Katrin Kristan aus. Die Initiatorinnen des Abendmarktes auf dem kleinen Kirchplatz im Schatten von St. Peter denken nicht darüber nach, ebenfalls zu starten. Sie hatten zwar Ideen, wie sie die Veranstaltung der Situation entsprechend durchführen könnten – von Tischreservierungen über Rückverfolgung bis hin zu einem Ampelsystem, „aber letztlich würden es vermutlich doch zu viele Gäste“, so Katrin Kristan. Der gesellige Charakter stehe zu sehr im Mittelpunkt. Sich in schöner Atmosphäre hinsetzen, ein Gläschen trinken, etwas essen und sich unterhalten: „Da wird es eng.“

Genau das soll es auf der Hillerheide nicht werden. „Bei uns spielt der Einkauf eine größere Rolle“, erklärt Schmidt-Freistühler. Insofern seien sie zuversichtlich, besser für den nötigen Abstand sorgen zu können.

Auch der „Kost-Nix-Laden“ soll im August öffnen

Und wenn alles nach Plan läuft, öffnet im August auf dem Gertrudisplatz auch der „Kost-Nix-Laden“ der Quartiersmanager. Ihr nächster Coup. Vom Toaster über den Türstopper bis zur Tischlampe: Dort können die Recklinghäuser Dinge abgeben, die ihnen nicht mehr am Herzen liegen. Und andere wiederum können sich bedienen und sich darüber freuen. Sie dürfen die Gegenstände „für lau“ mitnehmen. „Wir haben uns schon eine Hütte im Baumarkt angeschaut, die sich eignen würde“, berichtet Schmidt-Freistühler weiter. Mit Vertretern der Stadtverwaltung gibt es in der nächsten Woche einen Ortstermin, um den besten Stellplatz zu finden. An drei Tagen in der Woche können die Menschen dann vorbeischauen. Björn Schmidt-Freistühler: „Wir haben bereits Ehrenamtliche, die sich um den Laden kümmern wollen.“

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