Gastkirche und Amnesty International

Mahnwache gegen die Todesstrafe

Mit einer Mahnwache und einer Grußaktion an Mohammad Reza Haddad beteiligen sich Gastkirche und Amnesty International weltweiten Aktionstag gegen die Todesstrafe.
Sammelten Unterschriften für Mohammad Reza Haddadi: Dorothea Lüke, Schwester Judith Kohorst, Christel Voß, Pfarrer Ludger Ernsting und Dominique Berge. © Oliver Kleine

Am 11. Juli 2011 ist die Stadt Recklinghausen dem Städtebündnis „Städte für das Leben, Städte gegen die Todesstrafe“ beigetreten. An dem weltweiten Aktionstag, dem 30. November, initiiert von der Brudergemeinschaft St. Egidio in Rom, beteiligen sich auch in diesem Jahr das Gasthaus und Gastkirche sowie Amnesty International Kreis Recklinghausen mit einer Mahnwache und Grußaktion an Mohammad Reza Haddadi.

Haddadi wurde 2004 als Minderjähriger im Iran wegen angeblichen Mordes zum Tode verurteilt. Er sitzt seit 17 Jahren in Haft. Sein Hinrichtungstermin wurde in dieser Zeit schon sechsmal angesetzt und immer wieder aufgehoben. Mohammad Haddadi beteuert seine Unschuld, zuletzt in diesem Jahr in einem sehr eindringlichen Brief. Die Recklinghäuser Amnesty Gruppe betreut Mohammad Reza Haddadi seit 2010. In der Gastkirche sammelten die Initiatoren Unterschriften auf einer großen Grußkarte. Mit „vielen Grüßen aus Recklinghausen“ in englischer Sprache soll die Karte Haddadi ins Gefängnis geschickt werden und ihm zeigen, dass Menschen weltweit an ihn und sein Schicksal denken. „Mohammad Reza Haddadi ist ein ganz besonderer Fall, weil er schon so lange im Gefängnis sitzt. Außerdem glauben wir daran, dass er unschuldig ist“, erklärt Dorothea Lüke von Amnesty International Kreis Recklinghausen.

Der Abend in Oer-Erkenschwick

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