Packen ihren Handwerkskoffer: Notburga Duhme und Hans-Gerd Molitor gehören zum „Anti-Rost“-Team. © Meike Holz
Bürgerinitiative

Chirurg tauscht Skalpell gegen Schraubendreher und hilft Senioren im Haushalt

Alte Leute leben gefährlich: Damit kein 80-Jähriger auf eine wackelige Leiter steigen muss, gibt’s die „Anti-Rost-Initiative“. Sogar in Hamburg sind die Helfer aus Recklinghausen gefragt.

Hans-Gerd Molitor hat zwei rechte Hände. Und darum ist er bei der „Anti-Rost-Initiative“ an der richtigen Adresse. Obwohl: „Genau genommen bin ich Linkshänder“, sagt der 69-Jährige, „aber auch davon habe ich zwei!“ Viele Jahre haben sie ihm als Chirurg gute Dienste erwiesen. Nun will der Recklinghäuser als Ruheständler nicht „einrosten“. Darum hat er sich den engagierten Männern und Frauen angeschlossen, die seit drei Jahren Senioren bei kleineren Reparaturen helfen, damit die kaputte Lampe oder der tropfende Wasserhahn nicht zum Problem wird. Jetzt wollen sie wieder verstärkt loslegen. Und der Chirurg tauscht das Skalpell gegen den Schraubenzieher. Eine kniffelige Tisch-Reparatur war seine erste OP.

„Dritte Hand“ ist manchmal nötig

„Anti-Rostler“ müssen Grenzen setzen

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