Dankesfest für Engagierte in der Corona-Pandemie

Selfie mit dem Bundespräsidenten

Axel Schiller ist für seinen Einsatz als Betreuer im Karl-Pawlowski-Altenzentrum in Recklinghausen vom Bundespräsidenten eingeladen worden. In Berlin macht er ein Foto mit Steinmeier.
Axel Schiller, Betreuer im Karl-Pawlowski-Altenzentrum an der Windthorststraße in Recklinghausen, war von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue eingeladen worden. © Meike Holz

Axel Schiller schwärmt von dieser Begegnung: Er habe lediglich an den Leibwächtern von Frank-Walter Steinmeier vorbeikommen müssen, sagt der 58-Jährige. Dann habe er den Bundespräsidenten vor die Linse bekommen und abgedrückt. Das entstandene Selfie mit Steinmeier macht den Betreuer aus dem Karl-Pawlowski-Altenzentrum ganz stolz: „Dieses gemeinsame Foto mit dem Bundespräsidenten hatte ich von Anfang geplant. Ich habe die Security-Männer von Herrn Steinmeier einfach danach gefragt, und sie haben mich zu ihm durchgelassen.“ Entstanden ist ein Foto, das die Sahnehaube auf einem rundum gelungenen Abend für Schiller markiert. Und für ein ganz kurzes Gespräch hatte der Bundespräsident sogar auch Zeit.

Auf das Selfie mit dem Bundespräsidenten Steinmeier ist Axel Schiller besonders stolz. © privat © privat

Schiller war am 20. August der Einladung von ganz oben nach Berlin in den Park des Schloss Bellevue gefolgt. „Das war eine tolle Veranstaltung. Auch die Besichtigung des Schlosses im Vorfeld der Feier war beeindruckend“, sagt Schiller. Zum Dankesfest für Engagierte in der Corona-Pandemie war der Dattelner gemeinsam mit seiner Frau gefahren. Eingeladen waren unter anderem Pflegerinnen, Ärztinnen, Erzieher, Forscherinnen, Lehrer, Auszubildende, Studierende, Frisöre, Hebammen, Müllwerker, Bestatter oder Einzelhändler.

„Ich hab’s gar nicht geglaubt“

Das Dankesfest hatte ursprünglich schon 2020 stattfinden sollen, war dann aber um ein Jahr verschoben worden – wegen Corona. Das in Bielefeld ansässige Evangelische Johanneswerk, Träger des Karl-Pawlowski-Altenzentrums an der Windthorststraße in Ost, hatte gewissermaßen eine Blanko-Einladungskarte für eine Person für den Steinmeier-Empfang erhalten. Für die Heimleitung der Recklinghäuser Einrichtung habe schnell festgestanden, wer zur Endauswahl nach Ost-Westfalen fährt: „Ich hab’s gar nicht geglaubt, eigentlich bin ich ja zu unwichtig“, stellt Schiller sein Licht unter den Scheffel. Bei einer Feierstunde mit dem stellvertretenden Johanneswerk-Vorsitzenden Dr. Bodo de Vries, zu der auch etwa zehn andere Angestellte eingeladen worden waren, wird die Entscheidung verkündet, wer nach Berlin fährt: Axel Schiller.

Während der Corona-Krise verlässlich an der Basis gestanden

„Herr Schiller hat besonderen Einsatz gezeigt in Corona-Zeiten“, sagt Annette Crewe vom Sozialdienst des Karl-Pawlowski-Altenzentrums. Er habe verlässlich an der Basis gestanden und sei seiner Arbeit als Betreuer trotz Krise sehr engagiert nachgegangen. Seit zehn Jahren arbeitet der aus Magdeburg stammende Ehemann und zweifache Vater an der Windthorststraße. Dort ist er für 20 bis 25 Bewohner zuständig. „Mir ist wichtig, dass ich etwas für die Menschen organisiere“, so Schiller. Und genau das macht er auch. Er führt Naturfilme vor, veranstaltet Bingo-Nachmittage, macht Spaziergänge, geht in die Einzelbetreuung, führt Gespräche, hört zu.

In Berlin war es dann Frank-Walter Steinmeier, der zuhörte. Für etwa fünf Minuten lieh der Bundespräsident Axel Schiller sein Ohr. Als gebürtigem Detmolder, so der Geehrte, sei Steinmeier das Johanneswerk in Bielefeld durchaus ein Begriff gewesen. „In diesen Augenblicken war ich dann doch aufgeregt“, gesteht der ansonsten tiefenentspannte 58-Jährige.

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