Bundestagswahl am 26. September

Stadt Recklinghausen erwartet 30.000 Briefwähler

Die Briefwahl werde immer populärer, heißt es aus dem Rathaus. Und auch am ersten Tag der Öffnung des Briefwahlbüros hätten wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger Schlange gestanden.
Seit Montag, 30. August, hat das Briefwahlbüro der Stadt Recklinghausen geöffnet. © Tobias Mühlenschulte

Das Briefwahlbüro in Raum 1.10 im Stadthaus A hat erst seit wenigen Stunden geöffnet, da zählt man bereits 400 Wählerinnen und Wähler, die sich an diesem Montag vor Ort ihre Unterlagen für die Briefwahl abgeholt haben. „Das ist schon viel“, sagt Daniel Prichalla, Abteilungsleiter Bürgerangelegenheiten. Direkt vor Ort würden jedoch nur wenige wählen, auch wenn diese Möglichkeit besteht.

Die ersten Wähler haben bereits um 8 Uhr vor der Tür gestanden, so Kristina Brem, die Leiterin des Briefwahlbüros. Und kurz vor Mittag, als man das größte Aufkommen verzeichnete, haben „die Leute bis zum Fahrstuhl Schlange gestanden“. Und bis dorthin sind es schon ein paar Meter.

Etwa 85.000 Wahlberechtigte in Recklinghausen

Die Briefwahl scheint also keine Randerscheinung zu sein. Mit 30.000 Briefwählern rechnet die Stadt für die Bundestagswahl am 26. September, teilt Wahl-Projektleiter Tim Berens mit. Wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger gebe es etwa 85.000 in Recklinghausen.

Es gibt viele Gründe, die für eine Briefwahl sprechen. Die 30-Jährige aus König Ludwig, die gerade gewählt hat und ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, nennt gleich mehrere: „Ich wollte es einfach nicht vergessen, zur Wahl zu gehen“, sagt sie. Hinzu komme, dass sie um die Zeit der Bundestagswahl herum einen spontanen Urlaub plane. Und weil bekanntlich nur im zugewiesenen Wahlraum und nicht etwa auch auf Mallorca die Kreuze gemacht werden können, wolle sie eben auf Nummer sicher gehen. Dafür nutzt sie am Montag (30. August) gleich den ersten Öffnungstag des Briefwahlbüros im Rathaus.

Aber warum macht sie die Briefwahl nicht von zu Hause aus, sondern wirft ihren verschlossenen Wahlumschlag im Rathaus in die Wahlurne? „Hier vor Ort erscheint es mir einfach sicherer als auf dem Postweg“, sagt die 30-Jährige.

Schon mehr als 15.000 Anträge auf Briefwahl

Die meisten Briefwähler, so Berens, würden ihre Unterlagen postalisch oder online anfordern. Seit letzter Woche Montag (23. August), als die ersten wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlbenachrichtigungen bekommen hatten, seien mehr als 15.000 Anträge auf Briefwahl im Rathaus eingegangen. „Zu jeder Wahl wird der Anteil der Briefwähler größer – seit Corona umso mehr“, sagt Berens. Dennoch dürfe die Briefwahl nicht unterstellt werden, weshalb die Verwaltung 60 Wahlräume im Stadtgebiet verteilt einrichten wird.

Infos zur Briefwahl und zum Briefwahlbüro

Der Antrag auf Briefwahl kann online gestellt werden. Zum Onlineantrag gelangen Wählerinnen und Wähler über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung oder über die Internetseite der Stadt Recklinghausen: www.recklinghausen.de/wahlen.

Option zwei: Die Wähler füllen den Wahlscheinantrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung aus, unterschreiben diesen, schicken ihn per Post an das Briefwahlbüro und bekommen anschließend die Unterlagen zugesandt, um dann zu Hause wählen zu können.

Alternativ können die Wähler den Wahlscheinantrag ausfüllen, diesen unterschreiben, und dann vor Ort im Briefwahlbüro die Unterlagen beantragen und mitnehmen oder auch direkt vor Ort die eigene Stimme abgeben. Wichtig: Der Personalausweis oder Reisepass muss bereitgehalten werden!

Die Briefwahlunterlagen können auch im Auftrag des Wahlberechtigten von einem Bevollmächtigten ausgehändigt werden. Dann muss die Berechtigung zur Empfangnahme durch eine schriftliche Vollmacht nachgewiesen werden. Diese ist auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung zu finden.

Wer bis Sonntag, 5. September, keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, sollte sich im Briefwahlbüro unter der Telefonnummer 02361/50-1583 bis 50-1585 melden. Das Briefwahlbüro (Stadthaus A, Zimmer 1.10, 1. Obergeschoss) ist montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr und samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Telefonische Rückfragen sind während der Öffnungszeiten unter den Rufnummern 02361/50-1583 bis 50-1585 möglich.

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