Alltag in vielen Kitas: Nicht alle Kinder kommen mit Frühstück im Bauch und Schuhen an den Füßen. In der Südstadt lebt aktuell etwa jedes zweite Kind in einem Hartz-IV-Haushalt. © picture alliance / dpa
Idee von SPD und Linken

Stadt will mit kleiner Expertenrunde gegen Kinderarmut vorgehen

Jedes vierte Kind in der Stadt wächst in einem Haushalt auf, der Hartz-IV-Leistungen bezieht. Darum soll es im Rathaus einen „Beirat Kinderarmut“ geben, doch klingt der Name nicht zu negativ?

Das zumindest meint die Stadtspitze und schlägt vor, den Begriff „Armut“ durch „Teilhabe“ zu ersetzen. Den Beirat zur Bekämpfung von Kinderarmut hatten SPD und Linke bereits vor anderthalb Jahren gefordert. Die Forderung will die Stadtverwaltung nun anders als ursprünglich gewünscht umsetzen. Die SPD freut sich darüber, die Linke reagiert derweil mit „Entsetzen“. Kein Wunder: Der zwischen SPD, CDU, Grünen und Stadtverwaltung ausgehandelte neue „Beirat“ ist gegenüber der Ursprungsidee abgespeckt, und er stellt die Linke ins politische Abseits.

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Über den Autor
stellv. Chefredakteur MHB
Aufgewachsen in den 60er-Jahren in Recklinghausen, zum Studium nach Münster ausgewandert und nach vielen langen Reisen als Journalist in Hamburg gelandet, seit 1996 in verschiedenen Funktionen im Medienhaus Bauer. Kurz nach dem Fall der Mauer, in Rostock, durfte ich erleben, wie man Zeitung auch ohne Technik (wie funktionierende Telefone) “zu Fuß” machen kann. Sehr lehrreich - und oft ein Abenteuer. Heute bin ich froh über unsere gute technische Ausstattung. Nur mit ihrer Hilfe geht’s in die digitale Zukunft. Gute alte Tugenden des Journalismus nehme ich mit.
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Joachim Schmidt

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