166 Ideen gesammelt

Süder wollen mehr Pflanzen und einen schöneren Teich in ihrem Park

Einen Monat lang hatten Bürgerinnen und Bürger Zeit, online Vorschläge für eine Umgestaltung des Südparks einzureichen. Die Stadt will diese Ideen jetzt in ihre Planungen aufnehmen.
Wimmelbild der Wünsche: Insgesamt 166 Beiträge liefen innerhalb eines Monats bei der „WikiMap Südpark“ ein. © Screenshot: RZ

Die Bilanz nach einem Monat Bürgerbeteiligung Südpark: 166 Beiträge insgesamt, darunter 119 Anregungen und 41 Fälle von Kritik. Das städtische Planungsteam hatte sechs erste Ideen beigesteuert. „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis der Abstimmung, vor allem, dass es so gut angenommen wurde. Plattformen wie WikiMap bieten uns neue Wege der Bürgerbeteiligung, die wir als Stadtverwaltung nutzen sollten“, sagt Franz-Josef Knoblauch, stellvertretender Fachbereichsleiter Ingenieurwesen.

Es gebe zahlreiche Wünsche nach mehr Grün und nach einer Regenwasserbewirtschaftung. „Das zeigt uns, dass der angestrebte Weg, den Südpark in ein klimaresilientes Naherholungsgebiet umzuwandeln, die Zustimmung der Bevölkerung hat – zumindest der Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, so Knoblauch. Vom 22. September bis zum 22. Oktober konnten die Recklinghäuser eigene Ideen einbringen und die bereits vorgeschlagenen kommentieren und kritisieren.

Anwohner wünschen sich mehr Sport und Natur

Das Ergebnis, so Knoblauch weiter, bestätige weitestgehend die zwei Wochen zurückliegende Zwischenbilanz. Wie berichtet, waren Wünsche nach mehr Sportmöglichkeiten, einer anderen Beleuchtung, einer Freilauffläche für Hunde, mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Blumen und Bäumen und nicht zuletzt der Wunsch nach einer Umgestaltung des Teichs eingegangen.

Und so sah die Online-Karte nach zwei Wochen aus. © SYSTEM © SYSTEM

Die meisten „Likes“, insgesamt 19, erhielt ein Bürger-Beitrag, der sich einen Kinderspielplatz mit Wasserspielelementen wünscht. Dem folgt mit 18 Likes ein städtischer Vorschlag, nämlich eine Regenwasserbewirtschaftung des Südparks, die die Kanalisation entlasten soll. Auch die anderen fünf städtischen Ideen stießen auf Zustimmung. Am zweitbesten funktionierte der Vorschlag, das Niederschlagswasser innerhalb des Südparks in offene Gräben, Mulden, Rinnen und in den Bärenbach abzuleiten. Und auch der grundsätzliche Plan der Stadt, den Südparkteich umzugestalten und aufzuwerten, wurde mit 16 Daumen nach oben goutiert.

Die Bürger-Vorschläge werden zunächst intern ausgewertet

Und so geht es jetzt weiter: Zunächst folgt eine interne Auswertung der Abstimmungsergebnisse. Danach will die Stadt bis zum Jahresende eine „angepasste Planung“ erstellen. Anschließend wird der neue Plan den Ratspolitikern vorgelegt, die dann endgültig über die Einzelmaßnahmen entscheiden. Das Projekt „Südpark“ folgt dabei der vorgegebenen Leitlinie „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“. Regenwasserabkopplungs- und Freiflächenkonzepte liegen dem zugrunde. Grundsätzlich beabsichtigt die Stadt, bestehende Defizite des Parks zu beheben, ökologische Strukturen zu verbessern und ihn einfach schöner für alle zu machen.

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