Tempo-30-Zonen

Verwaltung zeigt sich einsichtig

Das ist ein ungewöhnlicher Vorgang: Möglicherweise baut die Verwaltung in Kürze die Beschilderung für zwei Tempo-30-Zonen wieder ab, und das vor einer Schule und vor einer Kindertagestätte.
Ganz klar: Wo Kinder spielen, muss das Tempo gedrosselt werden. © Jürgen Wolter

Grundsätzlich gilt im Stadtgebiet: Vor Schulen und und Kindertagesstätten gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. Nicht 24 Stunden lang, aber in langen Zeiträumen: Vor Schulen gilt Tempo 30 von 7 bis 20 Uhr, vor Kitas läuft die Einschränkung von 7 bis 18 Uhr.

Ordnungsamtschef Axel Petersmeier sah sich in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses noch einmal genötigt, diese Maßnahmen zu verteidigen. Er zitierte die entsprechenden Gesetzesstellen, in denen klar festgelegt sei, dass die Ausweisung von Tempo-30-Zonen „in sensiblen Bereichen ausdrücklich erlaubt ist“. Und dazu zählen laut Straßenverkehrsordnung eben nicht nur Schulen und Kitas, sondern auch Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser.

Einen FDP-Einwand, nach dem in den meisten Kitas um 16 Uhr keine Kinder mehr seien und man die Geschwindigkeitsbeschränkung zeitlich reduzieren könne, nahm Petersmeister zur Kenntnis, doch derzeit wolle er an dieser Regelung nichts ändern. Dazu gehöre auch, dass die Beschränkung an sieben Tagen in der Woche gelte.

Aber: Die Verwaltung denkt über zwei Rücknahmen von Tempo-30-Zonen nach. Zum einen an der Friedrich-Ebert-Straße 233 vor dem Heilpädagogischen Kindergarten, „weil dort die Eltern ihre Kinder durchgehend bis zur Tür bringen und somit keine Gefährdung vorhanden ist“, so Petersmeier. Zum anderen an der Theodor-Körner-Straße in Höhe des Theodor-Heuss-Gymnasiums, weil dort in der Mitte der vierspurigen Straße ein Zaun sei, der die Überquerung verhindere. Aber: Das wird alles nochmal geprüft, danach erfährt man Genaues.

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