Kriminalität

Amoktat im Regionalexpress: Ermittlungen werden fortgesetzt

Bei einem Amoklauf in einer Regionalbahn sind sechs Menschen verletzt worden. Die Tat beruhe auf einem „psychotischen Erleben“ des Angreifers, so die Ermittler. Nun wird er in eine Psychiatrie eingewiesen.
Polizisten und Rettungskräfte stehen vor dem Regionalexpress. © picture alliance/dpa

Der 31 Jahre alte Mann, der am Freitagmorgen (13.05.) in einem Regionalzug in Herzogenrath bei Aachen plötzlich auf mehrere Mitreisende eingestochen hat, wird vorläufig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Es gebe keine Hinweise auf einen Terrorhintergrund oder eine religiöse Radikalisierung des Verdächtigen, betonte die Staatsanwaltschaft am Samstag. Vielmehr sei als Ursache nach jetzigem Erkenntnisstand mit großer Wahrscheinlichkeit ein psychotisches Erleben des Beschuldigten anzunehmen.

Täter war der Polizei bekannt

Ein Bundespolizist konnte den Mann gemeinsam mit zwei Reisenden überwältigen. Der 31-Jährige, geboren im Irak und als Flüchtling nach Deutschland gekommen, ist für die Behörden kein Unbekannter. Nach einem Hinweis aus dem Flüchtlingsheim, in dem er damals lebte, war in seinem Fall 2017 ein „Prüffall Islamismus“ angelegt worden.

Dass es sich bei der Attacke des Mannes im Zug um einen Terroranschlag gehandelt haben könnte, davon gingen die Ermittler am Freitagabend aber nicht aus. „Für ein islamistisches Motiv der Tat haben wir bislang nichts Belastbares“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen der Deutschen Presse-Agentur.

Weil bei den Ermittlern aber Zweifel an der Schuldfähigkeit des Verdächtigen aufkamen, sollte dieser psychiatrisch untersucht werden. Ob der Verdächtige schon vernommen wurde und sich zur Tat geäußert hat, dazu wollte die Staatsanwältin nichts sagen. 270 Menschen waren zum Zeitpunkt der Tat in dem Zug.

dpa

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